bach legt auf

Schon immer hat es mich gewurmt, dass im Radio die falsche Musik lief, im TV die langweiligsten Filme zu sehen waren und in diversen Galerien nichts als dröge Kunst ausgestellt wurde. Auf Dauer eine Zumutung. Einige wissen sicher, wovon ich rede.

Foto: Claus Bach
Foto: Claus Bach

Dieser enorm uninspirierende Zustand kann zwangsläufig nur durch Selbsthilfe behoben werden. Dass die zeitaufwendig ist und der berüchtigten Kampfpreisvergleichsmentalität vor diversen anderen Kaufentscheidungen ähnelt, muß halt unter der Rubrik unangenehme Begleiterscheinung abgehakt werden. Doch selbst diese Angelegenheit ist durchaus mit Lustgewinn verbunden: Es macht einfach Spaß und ist - auch für die eigene Kunstproduktion - ungemein belebend, no-Name - Bands zu entdecken, nachts in der Glotze ein Filmchen aufzunehmen oder - wo auch immer - wirklich geile Kunst zu entdecken. Einen Haken hat die Sache allerdings: Irgendwann fehlt ein bisschen das Feedback - ein Publikum, dem man seine Entdeckungen anregend und kommunizierend weitergeben kann... (Claus Bach)

So präsentiert der Künstlerfotograf Claus Bach in kostanter monatlicher Abfolge eine Mixtur akustischer und visueller Fundstücke aus seinem Privatarchiv: Tracks, die fast nie im Radio gespielt wurden und dennoch tanzbar sind, Filme, die - wenn überhaupt - höchstens im TV-Spätprogramm zu sehen waren - ab und an eingebettet in die eine oder andere Kunstarbeit.

Mittwoch, 18.01.2006, 21:00 Uhr, ACC
Eintritt: 3 EUR/erm. 2 EUR