Vortrag + Gespräch

Privatsammler als öffentliches Ereignis

Wolfgang Ullrich, Kunsttheoretiker, freier Autor,Unternehmensberater, München

"Seit einiger Zeit wird sowohl in Kunstzeitschriften wie auch in anderen Medien vermehrt über PrivatsammlerInnen berichtet. Sie äußern sich auch nicht nur zu Fragen ihrer Sammlung, sondern als ExpertInnen zu diversen kunstspezifischen Fragen. Von KuratorInnen oder KunsttheoretikerInnen übernehmen SammlerInnen allmählich, so scheint es, die Hoheit über die Kunstdiskurse. Der Vortrag untersucht und analysiert dieses Phänomen, fragt, wie es dazu kommen konnte, und erörtert, welche Folgen für die Kunst das haben könnte." (Wolfgang Ullrich)

Zur Person: Dr. Wolfgang Ullrich, geb. 1967, Studium der Philosophie, Kunstgeschichte, Logik/Wissenschaftstheorie, Germanistik. Promotion 1994 mit einer Arbeit über das Spätwerk Martin Heideggers ("Der Garten der Wildnis", München 1996). Seither freiberuflich tätig als Autor, Unternehmensberater, Dozent; z. Zt. Gastprofessor für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Zahlreiche Publikationen u.a. über Geschichte und Kritik des Kunstbegriffs, moderne Bildwelten, Wohlstandsphänomene. - Bücher (Auswahl): Uta von Naumburg. Eine deutsche Ikone (Berlin 1998); Mit dem Rücken zur Kunst. Die neuen Statussymbole der Macht (Berlin 2000); Die Geschichte der Unschärfe (Berlin 2002); Tiefer hängen. Über den Umgang mit der Kunst (Berlin 2003); Was war Kunst? Biographien eines Begriffs (Frankfurt/Main 2005, erscheint im Herbst).

http://www.ideenfreiheit.de

Mittwoch, 27.07.2005, 20:00 Uhr, ACC
Eintritt: frei!