Autorenlesung

aus Ohrenkuss ...da rein, da raus: 'Jenseits von Gut und Böse' (No 1/2005)

Fünf Autoren lesen aus der aktuellen Ausgabe des Ohrenkuss "Jenseits von Gut und Böse" eigene, darin veröffentlichte Texte. Ohrenkuss ist eine Zeitung, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom. Ohrenkuss ...da rein, da raus erscheint halbjährlich als gedrucktes Magazin. Menschen mit Down-Syndrom schreiben in Ohrenkuss über das, was sie bewegt, sie teilen ihre Gefühle den Lesern mit. Seit 2002 ist das Magazin Ohrenkuss ein Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft Es lesen die Autoren: Angela Fritzen, Antonio Nodal, Julian Göpel, Hermine Fraas, Verena Günnel

Michael Häger und Angela Fritzen bei einer<br /> öffentlichen Ohrenkuss-Lesung.<br />Eigene Texte werden vorgetragen. Hier <br >/assistiert Angela Fritzen ihrem Kollegen<br /> Michael Häger.<br />Die Ohrenkuss-Lesungen werden von <br />Angela Fritzen moderiert.<br />Foto: © Luke Golobitsh, Bonn
Michael Häger und Angela Fritzen bei einer
öffentlichen Ohrenkuss-Lesung.
Eigene Texte werden vorgetragen. Hier
/assistiert Angela Fritzen ihrem Kollegen
Michael Häger.
Die Ohrenkuss-Lesungen werden von
Angela Fritzen moderiert.
Foto: © Luke Golobitsh, Bonn

Alle Texte sind von den Ohrenkuss-Autoren erstellt worden (selbstgeschrieben oder diktiert). Die Beiträge sind nicht zensiert oder korrigiert worden. Erklärungen sind in kursiver Schrift eingefügt. Menschen mit Down-Syndrom schreiben in Ohrenkuss über das, was sie bewegt, sie teilen ihre Gefühle den Lesern mit. Über (fast) alles haben die Macher von Ohrenkuss schon einmal geschrieben: über die Liebe, die Musik, über Essen und Trinken, Sport und den ewigen Streit zwischen Männern und Frauen. Ohrenkuss entsteht in der downtown-werkstatt für Kultur und Wissenschaft in Bonn. Die elf Bonner Kollegen treffen sich alle zwei Wochen zur Redaktionssitzung. Alle diese Menschen haben das Down-Syndrom - das bedeutet, dass sie etwas langsamer sind als andere Menschen und auch Lernschwierigkeiten haben. Es bedeutet aber nicht, dass sie nichts zu sagen haben - deshalb schreiben sie ja auch für Ohrenkuss. Sie schreiben selber, sie diktieren ihre Texte einem Sekretär oder dem Tonband. Einige können mit dem Computer umgehen und schreiben ihre Texte als WORD-Datei und verschicken sie dann mit einer eMail.

Das Ohrenkuss-Team auf einem Kölner Hinterhof.<br /> Foto: © Michael Bause, Bonn (www.michael-bause.de)
Das Ohrenkuss-Team auf einem Kölner Hinterhof.
Foto: © Michael Bause, Bonn (www.michael-bause.de)

Es gibt fast 40 Menschen mit Down-Syndrom, die nicht in Bonn leben. aber trotzdem für den Ohrenkuss schreiben. Sie werden Außenkorrespondenten genannt. Die Außenkorrespondenten senden der Ohrenkuss-Redaktion ihre Texte mit Post, Fax, Tonband oder eMail zu. Die Autoren- und Redaktionsarbeit wird von Assistenten begleitet, die dann unterstützen, wenn es gewünscht oder sinnvoll ist. Bei Ohrenkuss kann sich jeder als Autor bewerben, der das so genannte "Down-Syndrom" hat - auch bekannt als "Trisomie 21". Wer nun noch mehr über das Down-Syndrom wissen möchte, der kann das auf unserer Internetseite unter dem Begriff "Projekt" tun. Wer liest den Ohrenkuss? Ohrenkuss wird natürlich für alle Menschen gemacht, egal, ob sie Down-Syndrom haben oder nicht. Viele Ärzte, Lehrer, Eltern, Geschwister und Menschen mit Down-Syndrom lesen den Ohrenkuss. Es gibt aber auch viele Fans, die ein Abo haben, einfach weil sie die Texte und die Bilder cool finden.

Wir freuen uns, wenn einige Ohrenküsse bei Ihnen im Kopf oder im Herz bleiben.

Alle Textrechte liegen bei Ohrenkuss.
Redaktionsadresse: Ohrenkuss, Buschstraße 22, D-53113 Bonn, Tel.: 0228-386 23 54, Fax: 0228 - 536 64 98, E-Mail: info@Ohrenkuss.de Für Heft-Bestellungen: Tel.: 0228-536 64 99
Ohrenkuss ...da rein, da raus erscheint halbjährlich als gedrucktes Magazin (ISSN 1439-5118) und als online-Ausgabe: http://www.ohrenkuss.de
Themen der nächsten Ohrenkuss Ausgaben: 2/2005 Mongolei, 1/2006 Wohnen.

Donnerstag, 16.06.2005, 20:00 Uhr, ACC
Eintritt: 3 €, erm. 2 €

Weitere Informationen: