reden über - berichten von

Wilhelm Schmid: 'Was ist schön?'

Prof. Dr. Wilhelm Schmid hält einen Vortrag zum Thema "Was ist schön?" und stellt im Anschluss sein soeben in der Suhrkamp-Reihe "Bibliothek der Lebenskunst" (August 2004) erschienenes Buch "Mit sich selbst befreundet sein. Von der Lebenskunst im Umgang mit sich selbst" vor.

Dass wir Selbstverzicht üben sollen, hören wir oft. Dass wir uns mit uns selbst befreunden sollen, gehört weniger zum Bestandteil unserer Kultur. Und doch ist die Selbstbeziehung die Grundlage für die Beziehung zu anderen. Diese Selbstbeziehung auf eine Weise zu gewinnen, dass nicht Selbstsucht daraus wird, ist die Aufgabe der Lebenskunst, um die sich der Berliner Philosoph Wilhelm Schmid bemüht. In seinem neuen Buch arbeitet er die Selbstfreundschaft als Kernpunkt der Lebenskunst heraus. Er spricht davon, wie ein Selbst sich festigen kann, wenn es sich zu verlieren droht, und welche Bedeutung die Frage nach dem Schönen dabei hat. Lange Zeit galt das Schöne nur als eine "ästhetische" Kategorie, falls überhaupt davon die Rede war. Hier aber erscheint das Schöne als das Bejahenswerte, das zur Orientierung des Lebens beiträgt, also existenzielle Bedeutung gewinnt.

Wilhelm Schmid, freier Philosoph, geb. 1953, lebt in Berlin und lehrt Philosophie als außerplanmäßiger Professor an der Universität Erfurt und als Gastdozent an der Staatlichen Universität Tiflis (Georgien). Regelmäßige Tätigkeit als "philosophischer Seelsorger" am Spital Affoltern am Albis bei Zürich. Homepage: http://www.lebenskunstphilosophie.de

Freitag, 26.11.2004, 20:00 Uhr, ACC
Eintritt: frei!

Neue Buchpublikation:

Mit sich selbst befreundet sein. Von der Lebenskunst im Umgang mit sich selbst, Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M. 2004, Bibliothek der Lebenskunst

2000 erschien "Schönes Leben - Einführung in die Lebenskunst" (6. Auflage 2004)

1998 erschien "Philosophie der Lebenskunst - Eine Grundlegung" (9. Auflage 2003)