wiederaufführung:
Alceste

Alceste
"Alceste ... erstes teütsches singspiel"(Mozart an seinen Vater Leopold im Jahre 1777)

Libretto: Christoph Martin Wieland

Musik: Anton Schweitzer

Alte Musik - neu entdeckt. Einmalige konzertante Wiederaufführung der ersten deutschen Oper. Uraufführung am 28. Mai 1773 in Weimar. Wiederaufführung am 31. Mai 2001 in der Thomaskirche zu Erfurt nach revidiertem Notenmaterial von 1774. Musikalische Leitung: Stephan E. Wehr. Es singen: Ursula Targler (Alceste), Sylvia Koke (Parthenia), Christoph Johannes Wendel (Herkules), Jörg Hering (Admet). Ausführende: Philhamonisches Orchester Erfurt, Opernchor des Theaters Erfurt. Schirmherrschaft: Ministerin Prof. Dagmar Schipanski. Veranstalter: ALCESTE e.V. in Zusammenarbeit mit dem Theater Erfurt, Cornel Wachter, Köln, ACC Weimar. Im Herbst 2001 erscheint eine Doppel-CD bei NAXOS.

Donnerstag, 31.5.2001, 20 Uhr, Thomaskirche zu Erfurt, Schillerstraße 48, 99096 Erfurt (aus Richtung Weimar kommend nach der Kreuzung KAFFEETRICHTER) Karten zu 22 DM/18 DM. Vorverkauf: Theater Erfurt, Dalbergsweg 2. Service-Tel. 0361/2233 155. Tourist-Information und Kongress-Service Weimar, Markt 10, Tel. 03643/240035.

"Dieses bedeutende Stück Musik- und Literaturgeschichte soll durch die Wiederaufführung in Erfurt der geneigten Öffentlichkeit und der Wissenschaft vorgestellt und zugänglich gemacht werden, sodass es wieder möglich ist, sie ins Repertoire nationaler und internationaler Opernbühnen aufzunehmen. Die Oper ALCESTE war in den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts die bedeutendste dramatische Schöpfung Christoph Martin Wielands, dem Dichter der Aufklärung und Wegbereiter der deutschen Klassik. Mit der ALCESTE schrieb er das erste deutsche Libretto für eine Oper.

Alceste, eine Verschmelzung von Barockoper und Rokokovignette, deren Text in der Fachwelt als erstes deutsches Opernlibretto bekannt ist, erzählt nach Euripides von der Gemahlin des Königs Admetos, die freiwillig an Stelle ihres Gemahls starb und von Herakles aus dem Hades befreit wurde. Die sanften Tugenden von Mäßigung, Güte, Edelmut und Treue sowie auch Hoffnung und Schicksal sind die idealischen Motive für die Handlungen der Helden. Seinen Komponisten fand Wieland in Anton Schweitzer, den er als einen Mann pries 'in den alle Musen gefahren sind' und durch den er 'in einen Taumel des Enthusiasmus für das lyrische Theater hineingehext wurde'. Der Erfolg der Oper war sehr groß. Der Weimarer Schloßbrand unterbrach die Erfolgsserie nicht. Alceste kam u. a. in Gotha, Leipzig, Mannheim, Dresden, Köln, Berlin, Prag, Hamburg, München und Frankfurt zur Aufführung." (Cornel Wachter)

Die ACC Galerie Weimar widmete mit einer ganzjährigen Veranstaltungsreihe unter dem Slogan Who the fuck is Wieland? dem Dichter und Philosophen Christoph Martin Wieland (1733-1813) im Kulturstadt- und Goethejahr 1999 besondere Aufmerksamkeit. Als Höhepunkt der lebendigen Erinnerung an den Spracherneuerer und als ein herausragendes Ereignis im Kulturstadtjahr veranstaltete die ACC Galerie in Zusammenarbeit mit dem Kempinski Hotel Elephant Weimar und der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl, unterstützt von der Thüringischen Landeszeitung, dem Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur und der Stadt Weimar die Wiederaufführung der Oper nach 225 Jahren am Ort ihrer Entstehung.

Das Kölner Künstler-Ehepaar Helga und Cornel Wachter gab den Anstoß zur Wiederentdeckung und den Anstoß zur Wiederaufführung im Jahr 2001 im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung des Wieland-Projektes von 1999. Viele Förderer und Helfer sind in dem Zusammenhang zu nennen. Die Liste aller Beteiligten würde die vorhandene Platzkapazität sprengen. Vorerst möchten wir uns generell und besonders herzlich für die Unterstützung und Zusammenarbeit bedanken. Zu einem späteren Zeitpunkt werden alle Beteiligten genannt. (ALCESTE e.V.)