Klaus Heid, Karlsruhe:
'Kunstbeschwerden, das Khuza-Syndrom und die Zukunft der Kunst.'

Heilkunst - Klaus Heid und Martin Schmitz "Klaus Heid, Verfasser des Buches "HEILKUNST - Risiken und Nebenwirkungen des Kunstbetriebs" hält im Rahmen des Symposions "multiple existenzen. gesellige unterhaltungen zu kunst vermittlung kunst." den VORTRAG: "Kunstbeschwerden, das Khuza-Syndrom und die Zukunft der Kunst." Der in Karlsruhe lebende Künstler Klaus Heid (http://www.klaus-heid.de) untersucht seit 1998, als er das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg erhielt, die Pathologie des Kunstbetriebs. Sein Buch "Heilkunst - Vademecum zur Pathologie des Kunstbetriebs" beschreibt anschaulich und leicht verständlich den Kunstbetrieb und seine häufigsten Risiken und Nebenwirkungen, die Kunstbeschwerden - und gibt Tipps zu deren Behandlung. In seinem 60minütigen Vortrag diagnostiziert Klaus Heid die grundlegenden Ursachen für die Krise des Kunstbetriebs und zeigt Lösungsansätze für die Zukunft der Kunst auf. Heid fordert den Abschied von der Autonomie der Kunst, plädiert für deren Sozialisierung im Sinne einer interventionistischen Haltung und gibt therapeutische Tipps. Klaus Heid demonstriert die Bedeutung seiner Thesen am Beispiel des "Khuza-Syndrom". Im Juli diesen Jahres erzielte seine Arbeit "Khuza. Ein Mythos aus Sibirien" ein fulminantes Medienecho. Eine hitzige Debatte entzündete sich an der Frage, inwieweit es der Kunst gestattet ist, sich aus dem musealen Kontext zu lösen und mit einer Crossover-Strategie in andere soziale Bereiche zu intervenieren. Darüber hinaus stellt Klaus Heid www.artvictims.de, die Online-Selbsthilfegruppe für den Kunstbetrieb vor. Den Besuchern des Vortrags wird der Artur-Kling-Heilkunst-Tee angeboten."(Inka Janssen)

Donnerstag, 30.11.2000, 20 Uhr, ACC Galerie.