Theater im ACC: HalleluJa 2000

Ein lichter Abend nach Texten von Monty Python und Dario Fo Doreen Kähler, Frank Schubert und Ulrich Schwarz (statt-theater FASSUNGSLOS) haben in den Spuren von Frank und Almo die etwas andere Gemeinde um sich versammelt. Sie sind so cool, "dass es hinter ihnen schneit". Von der Schöpfung bis zur Kreuzigung wird von den Blues-Brüdern die Geschichte neu erzählt in einer Mischung aus schrägen Texten, Blues und Happening.

1. Im Himmel ist der Satan los: Ein Engel hat die Nase voll. Sie will einen Mann! Sie bekommt zwei: Die Gebrüder Blues.

2. Die Rettung des Himmels: Man nehme zwei ungleiche Brüder, die den Blues haben, stecke sie in zwei schwarze Anzüge und erteile ihnen den Auftrag im Namen des Herrn. In forschem Tempo setzen die beiden "Evangelisten" die biblisch-idealisierte Geschichte ins nur auf den ersten Blick komische, auf den zweiten aber erschreckende Verhältnis zu den wirklichen Menschen. Aber auch wenn die Gemeinde lacht, sei gesagt, dass es hier nicht nur um Faxen geht. Besonders die Texte von Nobelpreisträger Dario Fo kratzen an einem Dogma hier, an einer Institution dort. Und was bei den Monty Pythons losgeht, dialektisch und mit Hilfe der dort versteckten Fallstricke, steht fest und hat bleibenden Wert. Auch in Hinsicht auf das ansonsten im dichten Nebel der Zukunft versinkende mysteriöse 2000.

Sonnabend, 4.12.99, 21 Uhr, ACC Galerie.
Sonnabend, 29.1.2000, 21 Uhr, e-werk weimar. Eintritt: 14 DM/10 DM