Werkbericht Nr. 14
Die Professoren der Bauhaus-Universität Weimar
'Asyl des Politischen', Prof. Dr. Joseph Vogl

Die Professoren der Bauhaus-Universität Weimar stellen in der Reihe "Werkberichte" außerhalb des Universitätsbetriebes der Öffentlichkeit ihre Arbeit und ihre Projekte vor. Im Anschluß an die Vorträge besteht die Möglichkeit, mit den Profs ins Gespräch zu kommen. Seit Januar 1999 sind die Professoren der Fakultät Medien Gäste des ACC.

Joseph Vogl studierte Germanistik und Philosophie in München und Paris. Er war Fellow an der "Maison des Sciences de L'Homme" (Paris) und übersetzte Werke von Lévi-Strauss, Lyotard, Deleuze und Guattari ins Deutsche. 1998 erhielt er den Ruf auf die Professur "Theorie und Geschichte künstlicher Welten" an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar. Schwerpunkte seiner gegenwärtigen Arbeit sind u.a.: Geschichte der politischen Ökonomie, Theorien der Wissensgeschichte, Publikationen u.a.: Ort der Gewalt. Kafkas literarische Ethik, München 1990; Gemeinschaften. Positionen zu einer Philosophie des Politischen. Frankf./M. 1994 (als Hg.); Gilles Deteuze. Fluchtlinien der Philosophie, München 1996 (hg. mit Friedrich Balke); Michel Foucault: Über Hermaphrodismus. Der Fall Barbin, Frankf./M. 1996 (hg. mit Wolfgang Schäffner); Poetologien des Wissens um 1800, München 1999 (als Hg.).

"Asyl des Politischen": Abstract: War der privilegierte Ort des Asyls in seinen antiken Anfängen unantastbar, so ist er heute zu einem Lokal von Einsperrung und polizeilicher Ordnung geworden. Diese Veränderung läßt sich auch als kritischer Moment im Schicksal des Politischen begreifen, das Politische verstanden als die Artikulation einer begründeten Ortlosigkeit, als die insistierende Frage einer (Nicht-)Zugehörigkeit.

Dienstag, 11.5.99, 21 Uhr, Große Galerie. Eintritt frei!