Zu einigen Arbeiten
vortrag+gespräch von und mit Hans Haacke

Die Bauhaus-Universität Weimar verleiht am 25. Juni 1998 um 17 Uhr im Hörsaal C die Ehrendoktorwürde an den Künstler Hans Haacke. In diesem Zusammenhang spricht er im ACC "Zu einigen Arbeiten".
Der 1936 in Köln geborene Haacke ging nach einer Kunstausbildung in Kassel bereits in den sechziger Jahren nach New York. Seit langem lehrt und arbeitet er dort. Schwierig, ihn als "deutschen Künstler" zu bezeichnen, und doch, obwohl seine Kunst gerade auch Themen amerikanischer Politik und Kultur aufgreift, hat er einen geschärften und kritischen Blick auf die Bundesrepublik. Haacke ist gebildet, wichtiger noch, er informiert sich. Dies ist der Ausgangspunkt für das Entstehen seiner Kunst. Neugier, "Wissenwollen" und Recherche sind die Grundlagen für seine Gestaltung. Berühmt wurde Haacke nicht zuletzt durch die erzwungene Absage seiner geplanten Ausstellung im New Yorker Guggenheimmuseum 1971. (In der documenta X wurde sie schließlich in der Reihe "Klassiker" präsentiert.) Aufsehen erregte er in Europa unter anderem mit der Arbeit zur Biennale 1993, wo er den Fußboden des deutschen Pavilions zerstörte.
Dienstag, 23.6.98, 21 Uhr, Große Galerie. Eintritt frei!