März 1998: Vom Wandel und Handel mit Straßennamen in Weimars Stadtgeschichte

Im Rahmen der Ausstellungen des ACC erfahren Sie in Vorträgen und anschließenden Gesprächen von Laien, Wissenschaftlern oder Fans wissenswertes und ergänzendes zu den jeweiligen Ausstellungsthemen, Kunstrichtungen oder verwendeten Materialien und Arbeitsstilen der ausstellenden Künstler. Zur Ausstellung Kopf an Kopf - Head to Head - Tête-à-Tête sind es Experten zum Thema Salz, dem Werkstoff der Schwedin Asa Elzén, und in Anlehnung an das Projekt "Plan" der Belfaster Künstlerin Amanda Dunsmore zum Thema Straßennamen und deren wechselvolle Geschichte.

Nr. 2: "Vom Wandel und Handel mit Straßennamen in Weimars Stadtgeschichte", Rainer Wagner/Weimar, Sachbuchautor.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erfolgte eine erste amtliche Festlegung von Straßennamen. Im Laufe der Zeit und den einhergehenden gesellschaftlichen Umgestaltungen wurde die Vergabe von Straßennamen zum Ritual. Die Achtung vor dem geschichtlichen Ursprung der Bezeichnung schob man generös bei Seite, vor allem, wenn politisch tätige Menschen bedacht werden sollten. Groteske Kapriolen wurden geschlagen, um diesen oder jenen Helden gemäß der jeweils herrschenden Ideologie namentlich zu verewigen, dabei immmer im Bewußtsein, daß der vermeintliche und geschlagene Gegner aus dem Register der Straßennamen für alle Zeit verschwindet.
Mittwoch, 18.3.98, 21 Uhr, Große Galerie. Eintritt: 5 DM/ermäßigt 4 DM