Streit & Kultur

Die Wahrheit über Ulrike Meinhof

Radio LOTTE Weimar präsentiert in der Reihe Streit&Kultur im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes (LAP) für Weimar und Weimarer Land:

Jutta Ditfurth, Frankfurt

Sechs Jahre hat sich die Frankfurter Publizistin und einstige Bundesvorsitzende der Grünen (1984-88), Jutta Ditfurth, für die Recherchen Zeit genommen, um sich einer der umstrittensten Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegsgeschichte de profundis zu nähern: Ulrike Meinhof. Nach dem Tod ihres Vaters, des NS-Kunsthistorikers und Direktors des Jenaer Stadtmuseums Werner Meinhof, wächst Ulrike-Marie Meinhof als Kind lesbischer Eltern auf und entwickelt sich aus "sehr deutschen" bürgerlichen Verhältnissen zu einer der scharfsinnigsten politischen Journalistinnen der 1950er und 60er Jahre. Sie schälte als konkret-Chefredakteurin und Radiojournalistin mit spektakulären Beiträgen die unerträglichen politischen und sozialen Widersprüche der freiheitlichen Bundesrepublik während Kommunistenhatz, Notstandsgesetzen und Atom- und Wiederbewaffnungsdiskussionen heraus. Ihr Mythos gründet auf dem "schroffen Schritt" in den Untergrund und den "bewaffneten Kampf" der RAF. Die von ihrer Konsequenz und Klarsicht tief getroffene BRD reagierte mit tödlicher Repression auf die Gefangene(n) und den blutigen "Angriff auf das Herz des Staates". Jutta Ditfurth präsentiert - 30 Jahre nach dem "Deutschen Herbst" 1977 - ihre Meinhof Biographie und stellt sich der Diskussion. Eine Kooperation mit Radio Lotte Weimar.

Donnerstag, 06.12.2007, 20:00 Uhr, ACC Galerie Weimar
Eintritt: frei!

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