Kulturforschungsetüden. Neue Texte aus der fröhlichen Wissenschaft.
Lesungen aus Sachbüchern

Laborlandschaften - Physiologische Alpenreisen im 19. Jahrhundert - Physiologen über der Baumgrenze 1800 - 1900

Kulturforschungsetüden.
Neue Texte aus der fröhlichen Wissenschaft.

Lesungen aus Sachbüchern

ACC-Reihe, Lesungen aus noch druckfrischen, unterhaltsamen, informativen Sachbüchern.

Veranstaltungen in der Regel zweimal im Monat donnerstags, 20 Uhr, ACC Galerie Weimar.

Zusammenarbeit: ACC, Dr. Markus Krajewski, Bauhaus-Universität Weimar

Philipp Felsch | ETH Zürich

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Schnee, Geröll, Kälte - noch die Grand Touristen verhängten auf dem Weg nach Italien die Kutschenfenster, so schrecklich erschien ihnen der Anblick der alpinen Landschaft. Erst Ende des 18. Jh. fand man die Berge nicht mehr hässlich, sondern malerisch. Philipp Felschs literarische Entdeckungsreise zeigt, dass die Alpen nicht nur romantische Gefühle der Erhabenheit auslösten, sondern auch Laborlandschaft der Moderne waren. In höheren Lagen, merkten die Reisenden, verändert sich die Leistungsfähigkeit. Der Aufstieg mache betrunken, es erfasse den Wanderer Schwindel, die Alpen seien ideales Gebiet für Ermüdungsstudien. Felschs Dissertation über die Alpenphysiologie zeigt anhand inzwischen widerlegter Forschung, wie stark sich Wissenschaftler von Metaphern und Apparaten beeindrucken lassen und wie viel Zeitgeist in ihre Versuche und deren Deutung einfließt.

Donnerstag, 31.01.2008, 20:00 Uhr, ACC Galerie Weimar
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €