Kulturforschungsetüden. Neue Texte aus der fröhlichen Wissenschaft.
Lesungen aus Sachbüchern

Anti-Darwin.

Kulturforschungsetüden.
Neue Texte aus der fröhlichen Wissenschaft.

Lesungen aus Sachbüchern

ACC-Reihe, Lesungen aus noch druckfrischen, unterhaltsamen, informativen Sachbüchern.

Veranstaltungen in der Regel zweimal im Monat donnerstags, 20 Uhr, ACC Galerie Weimar.

Zusammenarbeit: ACC, Dr. Markus Krajewski, Bauhaus-Universität Weimar

Von Lamarck bis Mandelstam
Es lesen, diskutieren und erzählen aus ihrem neuen Buch "Anti-Darwin" und stehen Ihren Zuhörern Rede und Antwort Cord Riechelmann, Biologe, Peter Berz, Kulturwissenschaftler, Helmut Höge, Autor (Hgg.)

Anti-Darwin - das Leben als unwiederholbares Experiment:

Das Buch, Reader gegen die Formel vom "Kampf ums Dasein", könnte auch den Untertitel tragen "Schafft zwei, drei viele Biologien". Angefangen mit Lamarck, Kropotkin, Kammerer, Kusin und Mandelstam kommt eine ganz andere Lebensforschung zu Wort. Eine von Dichtern, Philosophen, Tier- und Pflanzenfilmern, Verhaltens- und Mimikryerforschern. Aber auch die von z.B. Rosa Luxemburg, die im Gefängnis Blaumeisen studierte, Ernst Toller, der sich dort mit Schwalben beschäftigte und Pawel Florenski, der im sowjetischen Straflager Algen erforschte. Nicht zu letzt kommen die so genannten Handarbeiter, also Tierpfleger, Gärtner, Imker, Bauern usw. zu Wort, deren Erfahrungswissen ansonsten zunehmend aus der Naturforschung eliminiert wird.

aus: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/veranstaltungen

Zum Inhalt: Der molekulargenetisch-industrielle Komplex, flankiert von der biologischen Wende in allen Diskursen, ist ethisch nicht zu erschüttern. Allein ein Angriff auf sein Wissen könnte ihm eines Tages gefährlich werden. Das Überwissen allen Wissens der Biologie stellt aber bis heute Darwins Evolutionstheorie. Die lange Geschichte ihrer Gegner ist geheim, unordentlich, konkret - durchdrungen von politischen Passionen und kältesten Strukturen, von Maschinenstürmen und millenaristischen Utopien. (...) Wo aber Umwelt und Lernen die Kräfte der Entwicklung sind, da können nur zwei zusammen lernen, Tier und Mensch, Mensch und Tier.

Helmut Höge, geboren 1947, zur Zeit ist er Wirtschaftskorrespondent u.a. für die "Tageszeitung" und "Freitag".

Peter Berz, geb. 1959 in Augsburg, ist Kulturwissenschaftler an der Humboldt-Universität Berlin

Cord Riechelmann, geboren 1960 in Celle, ist Biologe und Publizist (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, kultur der taz, Jungle World, Süddeutschen Zeitung, Welt am Sonntag). Sein Hauptinteresse gilt den Lebensbedingungen von Natur in der Kultur städtischer Lebensräume.

Anti-Darwin. Von Lamarck bis Mandelstam, Kulturverlag KADMOS, Mai 2006. ISBN: 3-931659-77-1

Mit zahlreichen Originaltexten zum Thema sowie Beiträgen von Peter Berz, Viktor Choulman, Inga Erichsen, Thomas Glatz, Helmut Höge, Wladimir Kaminer, Cord Riechelmann, Armin Schäfer, Margarete Vöhringer, Julia Voss und Katrin Werner

Donnerstag,29.06.2006, 20:00 Uhr, ACC
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €