Konstruktivismus als Realismus

Kunst, Spektakel und Revolution

Veranstaltungsreihe zum Verhältnis zwischen den Bewegungen der Avantgarde und den revolutionären Bewegungen

eine Kooperation zwischen dem ACC Weimar und dem Bildungskollektiv BiKo e.V.

Blog zur Reihe: spektakel.blogsport.de

Kerstin Stakemeier, Hamburg

Künstlerische Produktion in der SU am 11.6.
Künstlerische Produktion in der SU am 11.6.

Die Russische Revolution fand auch, und zuerst, in der Kunst statt, jedoch zeitlich versetzt und in vielen Punkten entgegen dem bolschewistischen Hang zum fordistischen Produktionsethos. Aus dem russischen Futurismus heraus entwickelten sich unterschiedliche Versuche einer Produktionskunst, die die künstlerische Produktion als Hebel zur Revolutionierung der menschlichen Arbeit einsetzen wollte - und darin sowohl der Kunst als auch der entfremdeten Arbeit ein Ende setzen. Dies war zwar ganz im Marxschen Sinne, nicht jedoch in demjenigen der Partei. Wie war das Verhältnis von Kunst und Politik in der Sowjetunion? Wie versuchte der Konstruktivismus in die Realität einzugreifen, wie reflektierte er das Verhältnis zwischen Kunst, Politik und Produktionsbedingungen, was waren seine Mittel? Wie war das Verhältnis zwischen Konstruktivismus, heroischem Realismus und sozialistischem Realismus? Kerstin Stakemeier arbeitet u.a. als Researcherin an der Jan van Eyck Akademie in Maastricht und veröffentlicht regelmäßig zum Verhältnis von Kunst und Politik.

Donnerstag, 11.06.2009, 20:00 Uhr, ACC Galerie Weimar
Eintritt: 2€ | 1€