Von der Avantgarde zur Selbstreferenzialität

Kunst, Spektakel und Revolution

Veranstaltungsreihe zum Verhältnis zwischen den Bewegungen der Avantgarde und den revolutionären Bewegungen

eine Kooperation zwischen dem ACC Weimar und dem Bildungskollektiv BiKo e.V.

Blog zur Reihe: spektakel.blogsport.de

Umbrüche in der Kunst auf dem Weg ins 21. Jahrhundert
Martin Büsser, Mainz

How to explain revolution to a broken robot am 16.4.
How to explain revolution to a broken robot am 16.4.

Zeitgenössische Kunst hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erfahren. Ausstellungen verzeichnen Besucherrekorde, Arbeiten von Künstlern wie Gerhard Richter und Peter Doig erzielen auf Auktionen bislang nie gekannte Preise, Künstler wie Damien Hirst und Jeff Koons präsentieren sich und ihre Arbeiten wie ein Wirtschaftskonzern. Dabei ist jedoch auch der politische und ästhetische Avantgarde-Status abhanden gekommen.

In einem historisch ausgerichteten Vortrag zeigt Martin Büsser, wie sich die künstlerische Avantgarde im 20. Jahrhundert entwickelt hat, welcher Avantgarde-Begriff den Strömungen zu Grunde lag und welche Bewegungen sich auf je eigene Weise politisch positioniert haben (z.B. Dada, Situationistische Internationale, Fluxus, Concept Art). Dabei soll auch der Umbruch thematisiert werden, der seit Ende des 20. Jahrhunderts zu einem postavantgardistischen Pluralismus führte, der trotz des Booms eine politische Wirkungslosigkeit der meisten künstlerischen Positionen nach sich zog.

Martin Büsser ist Mitherausgeber der Zeitschrift "Testcard" und Mitarbeiter im "Ventil-Verlag". Er publiziert regelmäßig kritische Texte zu zeitgenössischer Kunst, unter anderem in der Wochenzeitschrift "Jungle World". Die Veranstaltungsreihe Kunst, Spektakel und Revolution ist eine Kooperation zwischen dem ACC Weimar und dem Bildungskollektiv BiKo e.V. und wird unterstützt von der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen.

Donnerstag, 16.04.2009, 20:00 Uhr, ACC Galerie Weimar
Eintritt: 2€ | 1€