Kant - Oder die Pünktlichkeit des Denkens: Tischgesellschaft zu Immanuel Kant

Kant Tischgesellschaften im ACC
Tischgesellschaften Immanuel Kant (2004)

Mit freundlicher Unterstützung des Thüringer Kultusministeriums, der STIFTUNGKULTURFONDS, der Stadt Weimar und des ACC-Förderkreises

download Konstruktivistische Gedanken bei Kant
Ernst von Glasersfeld (März 2004)
Der Aufsatz Ernst von Glasersfelds steht zur Diskussion

mehr Informationen zu Ernst von Glasersfeld: http://www.oikos.org/vonen.htm

Tischherren:

Dr. Matthias John, Dipl. Psych., und Martin Stiebert, beide Jena

Thema der Gesprächseröffnung:

"Kant in Gesellschaft und allein" (in besonderer Berücksichtigung des sexuellen Lebens)

Samstag,03.07.2004, 19:00 Uhr, ACC
Eintritt frei!

Bilder von dieser Veranstaltung
Bilder von dieser Veranstaltung

Der 200. Todestag Kants in diesem Jahr ist Anlass für das ACC Weimar, eine philosophische Themenreihe zu organisieren, die versuchen will, ausserhalb des gewohnten Rituals einer (akademisch) philosophischen Diskussion, sich mit Kant als Person und mit seinem Denken auseinander zu setzen.

Die Tischgesellschaftensollen Gelegenheit bieten, über aktuelle Fragen mit mehreren Neugierigen - bei dünnem Kaffee - ins Gespräch zu kommen. Sie fragen also nicht nur nach der Aktualität Kants als "philosophischen Zeitgenossen", sondern wollen sich mit den pragmatischen Bedingungen des Denkens beschäftigen; es sollen über den engen Rahmen der innerwissenschaflichen Debatte hinaus die Themen der aktuellen Wissenschaften einem interessierten Publikum nähergebracht und die Runde somit in ein gemeinsames Gespräch geführt werden.

Dr. Matthias John und Martin Stiebert, Jena, sind am Sonnabend, 3.7., 19 Uhr, die kompetenten Tischherren der zweiten Tischgesellschaft. Mit ihren (Kurz)Referaten unter dem Titel "Kant in Gesellschaft und allein" (in besonderer Berücksichtigung des sexuellen Lebens) eröffnen sie den Abend.

Zur Gesprächseröffnung:

"Wir wollen Kant nicht schlachten und wir wollen auch nicht seine Philosophie revolutionieren. Aber wir wollen als vernünftige Bürger über Kant sprechen: über seine Lehre ebenso wie über sein Leben. Seine Philosophie bestand nicht nur aus kategorischen Imperativen, sondern auch aus weniger kategorschen Ratschlägen und Tips für den Alltag. Er selbst praktizierte einige ungewöhnliche Marotten, die ihm halfen, den Alltag zu bestehen und seine schwache Gesundheit zu stärken. Die häuslich-private und die bürgerlich-öffentliche Seite waren für Kant nicht völlig getrennt und außerhalb seines Räsonnements. Vielmehr zeigt er sich auch bei Alltagsthemen oft außerordentlich witzig und liebenswürdig. Über sein sexuelles Leben jedoch ist wenig bekannt. Um so besser läßt sich darüber spekulieren." (John, Stiebert)