Prof. Dr. Ulrich Ruschig und Prof. Dr. Bernhard Siegert: zu und über Kant

Kant Tischgesellschaften im ACC
Tischgesellschaften Immanuel Kant (2004)

Mit freundlicher Unterstützung des Thüringer Kultusministeriums, der STIFTUNGKULTURFONDS, der Stadt Weimar und des ACC-Förderkreises

download Konstruktivistische Gedanken bei Kant
Ernst von Glasersfeld (März 2004)
Der Aufsatz Ernst von Glasersfelds steht zur Diskussion

mehr Informationen zu Ernst von Glasersfeld: http://www.oikos.org/vonen.htm

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Gäste: Prof. Dr. Ulrich Ruschig, Direktor des Instituts für Philosophie der Universität Oldenburg und Prof. Dr. Bernhard Siegert, Bauhaus-Universität Weimar, Fak. Medien. Mögl. Themen: "Kant und Marx", "Die Selbstdestruktion des Philosophen und der Beginn des Zeitalters der Medien", "Die (Un)Möglickeit der Selbstwahrnehmung des Denkens"

Samstag,10.07.2004, 19:00 Uhr, ACC
Eintritt frei!

Ulrich Ruschig

"Kant und Marx"

Die Konjunktion 'und' verbindet. Doch die meisten Epigonen der so durch das 'und' im Titel Verbundenen, also zahllose Marxisten und nicht weniger Kantianer, empfanden und empfinden die Konstellation Kant und Marx als Provokation. Für sie wäre vielmehr die disjunktive Konjunktion 'oder' treffend oder besser noch adversativ: 'statt', 'gegen'. Meine Generalthesis lautet: 'oder', 'statt', 'gegen' sind falsch; 'und' kann begründet werden. "Wir sehen nur weiter, weil wir auf den Schultern von Riesen stehen" - dieses geflügelte Wort wird von Marx vornehmlich auf Aristoteles bezogen, sicherlich auch auf Hegel und sogar Shakespeare, jedoch auf Kant gerade nicht. Wer bislang mit einem Bein auf den Riesen Kant und mit dem anderen auf Marx sich stellte, riskierte über den Spagat hinaus den Absturz. Denn die auf Marx bzw. auf Kant sich berufenden Traditionen konstruierten in aller Regel einen unversöhnlichen Gegensatz zwischen Kant und Marx. Stimmt das?

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