Kant - Oder die Pünktlichkeit des Denkens: Tischgesellschaft zu Immanuel Kant

Kant Tischgesellschaften im ACC
Tischgesellschaften Immanuel Kant (2004)

Mit freundlicher Unterstützung des Thüringer Kultusministeriums, der STIFTUNGKULTURFONDS, der Stadt Weimar und des ACC-Förderkreises

download Konstruktivistische Gedanken bei Kant
Ernst von Glasersfeld (März 2004)
Der Aufsatz Ernst von Glasersfelds steht zur Diskussion

mehr Informationen zu Ernst von Glasersfeld: http://www.oikos.org/vonen.htm

(Änderung! Prof. Dr. Volker Gerhardt musste kurzfristig absagen):
Gesprächseröffnung:
Prof. Dr. Birgit Recki, Philosophisches Seminar an der Universität Hamburg
"Was uns Schönheit bedeutet" oder: "Warum wir Schönheit brauchen"
Über Kants Ästhetik, seine Aufwertung des Gefühls für ein vernünftiges Selbstverständnis, sein spekulativer Gedanke, daß uns das Schöne in der Natur anzeigt, daß wir in die Welt passen.

Samstag, 28.08.2004, 19:00 Uhr, ACC
Eintritt frei!

Birgit Recki : Studium der Philosophie und Soziologie in Münster, Promotion 1984; Habilitation 1995; seit 1997 Professorin für Philosophie an der Universität Hamburg und Leiterin der Ernst-Cassirer-Arbeitsstelle; Herausgeberin der Gesammelten Werke Ernst Cassirers in 25 Bänden (ECW Hamburger Ausgabe; bisher erschienen 18 Bände);

Arbeitsgebiete Ethik, Ästhetik, Kulturphilosophie mit sachlichen Schwerpunkten in der Frage nach dem Verhältnis von Gefühl und Vernunft / ästhetischem Erleben und Moral; Theorie der ästhetischen Erfahrung; Ästhetik des Films - und mit historischen Schwerpunkten im 18. Jh. (Immanuel Kant; Philosophie der Aufklärung) und im 20. Jh. (besonders Frankfurter Schule; Neukantianismus; Ernst Cassirer);

Bücher: Geplant für Ende 2004/Frühjahr 2005: Publikation von Aufsätzen zu Kant (Ethik, Ästhetik, Geschichtsphilosophie - Aufsätze 2001-2004); *"Kultur als Praxis. Eine Einführung in Ernst Cassirers Philosophie der symbolischen Formen" (2004)

*"Ästhetik der Sitten. Die Affinität von ästhetischem Gefühl und praktischer Vernunft bei Kant" (2001).

Mitherausgeberin von "Bild und Reflexion. Paradigmen und Perspektiven gegenwärtiger Ästhetik" (1997; zus. mit Lambert Wiesing); von "Cassirer und Goethe. Neue Aspekte einer philosophisch-literarischen Wahlverwandtschaft", (2002; zus. mit Barbara Naumann); zahlreiche Aufsätze zu den Arbeitsgebieten. *"Aura und Autonomie. Zur Subjektivität der Kunst bei Walter Benjamin und Theodor W. Adorno" (1988)

Volker Gerhardt:
Immanuel Kant. Vernunft und Leben
Reclam-Verlag Stuttgart, 2002.

Rezension (Neue Zürcher Zeitung)

Leben mit Kant

upj. In Immanuel Kants opus postumum, seinem handschriftlichen Nachlass, kann man immer wieder auf kurze Einträge stossen, die Einsichten wie kurze Blitze vermitteln. Eines dieser Notate enthält eine Reflexion über den Wissenschafter, der sich, einseitig, nur der Vernunfterkenntnis widmet. Ich nenne einen solchen Gelehrten einen Cyklopen. Er ist ein Egoist der Wissenschaft, und es ist ihm noch ein Auge nöthig, welches macht, dass er seinen Gegenstand noch aus dem Gesichtspunkte anderer Menschen ansieht. Dieses Motto hat der an der Berliner Humboldt-Universität lehrende Kant-Spezialist Volker Gerhardt seinem eben erschienenen Kant-Buch vorangestellt. Dass die Kant-Literatur mittlerzeit unübersichtliche Ausmasse angenommen hat, möge sein, freilich sei - hier lässt Gerhardt das obige Kant-Zitat für sich sprechen - ob all der Philologie die systematische Nähe zwischen Vernunft und Leben bei Kant selbst vergessen worden. Hinter allem Fragen stehe doch das Individuum; alles philosophische Wissen drehe sich letztlich um einen personalen Kern. Es sei also ein neuer Zugang zu Kant zu schaffen, der ohne ein Zurück zu Kant!, ohne eine prätentiöse Ansammlung von Fussnoten und ohne jeden gravitätischen Ton auskomme. Gerhardt setzt mit einem programmatischen Kapitel über das Philosophieren selbst ein. Der Band, der erfreulich auch die literarischen Stärken Kants erinnert, führt in sechs Schritten hin zu Perspektiven einer Philosophie der Humanität.

Kurzbeschreibung

Die ebenso originelle wie fundierte Studie ermöglicht einen neuen Zugang zu Kant, indem sie "Vernunft und Leben" in einen systematischen Zusammenhang stellt. Die Programmatik des Philosophierens - Das Abenteuer des Erkennens - Was kann ich wissen? Grundzüge der theoretischen Philosophie - Was soll ich tun? Ethik und Recht nach dem Prinzip der Vernunft - Was darf ich hoffen? Der Sinn als Träger der Kultur - Was ist der Mensch? Ein Tier, das sich ein Beispiel gibt.

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