Tischgesellschaft 'Gesellschaftsspiele'

plan URBAN!: 1. PLANSPIELTISCHRUNDE

Gesellschaftsspiele - Tischgesellschaft des ACC

Gesellschaftsspiele
Tischgesellschaft des ACC
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Diese Tischgesellschaft will wieder Gelegenheit bieten und dazu auffordern, visionäre Gesellschaftsentwürfe zu wagen und zu formulieren und dazu Fragen zu stellen und zu kommunizieren.

Hintergrund: Gesellschaftliche Perspektiven zu denken, auch wenn es sich zunächst um Fantasien und Wünsche handelt, erscheint heute, weil ein allgemeingültiger gesellschaftlicher Konsens innerhalb politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Diskurse so schwierig geworden ist, drängender denn je. Außerdem interessieren uns die Ansichten/Meinungen/Aktivitäten von Künstler(inne)n und (Kultur)Politiker(inne)n im Zusammenhang mit der Rückkehr politischer Fragestellungen in die Kultur und die zeitgenössische Kunst. Herauszufinden ist u.a., "ob Grundsätze bestimmt werden können, die den verschiedenen Individuen, Kulturen und Traditionen ein humanes Leben und Zusammenleben erlauben." (Höffe).

Ort: ACC
Zeit: März bis Dezember 2005, in der Regel zweimal im Monat sonnabends 19 Uhr
Die Tischgesellschaft ist für alle Interessierten offen.

plan URBAN!
plan URBAN!

Tischherren: Turit Fröbe und Michael Hehenkamp / urbanplayground; Berlin/Weimar und Prof. Wolfgang Christ, Bauhaus-Universität WeimarDen Abend eröffnet Prof. Wolfgang Christ vom Institut für Europäische Urbanistik (IfEU) an der Bauhaus-Universität Weimar mit einem Vortrag über ‚Industriekultur: Urbane Strategien'. Als Einstieg zur Spielrunde erläutern Turit Fröbe und Michael Hehenkamp (urbanplayground) die Spielidee und die Potenziale des Strategie- und Standortspiels ‚ plan URBAN!'.

Dann heißt es: "Bitte Platz nehmen zur ‚PLANSPIELTISCHRUNDE' von ‚plan URBAN!'. Im Anschluss werden die Spielergebnisse ausgewertet und prämiert: Die Diskussion um den spielerischen Nutzen des Standortspiels moderiert Philippe Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Vereins der Absolventen und Freunde der Europäischen Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar e.V. (AFEU e.V.).

Dienstag, 07.02.2006, 19:30 Uhr, ACC
Eintritt: 3 EUR/erm. 2 EUR/Tafelpass 1 EUR

"Spielen ist jonglieren mit der Wirklichkeit in einem erdachten Raum."

Bernward Thole - Gründer des Deutschen Spiele-Archivs, Marburg

Spielerisch Planungsperspektiven kommunizieren? Spiele vermögen wie unter einem Brennglas ein Kondensat der Realität abzubilden. Auf diese Weise besitzen Spiele Modellcharakter der Wirklichkeit. Darüber hinaus strahlen sie eine Faszination aus, indem Spieler auf Abenteuerreise gehen: in fremde Rollen schlüpfen, in vergangene Zeitalter eindringen, oder aber auch Zukunft gestalten - Inseln besiedeln oder Städte bauen. In dem Strategie- und Standortspiel ‚plan?URBAN!' tauchen 3-6 Spieler in den Kosmos eines ehemaligen Bergwerkareals ein - der saarländischen Grube ‚Göttelborn'. Die Spieler übernehmen die Rolle planender Strategen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Umwelt und Kultur und verfolgen im Spiel das Ziel, in einem gemeinsamen Prozess das brachliegende Grubengelände in eine lebendige kleine Zukunftsstadt - die "Cité der Industriekultur" - umzugestalten. In vereinfachter aber dennoch realistischer Form wird in dem Spiel der Planungsprozess nachvollziehbar, der in Realität unter Federführung der Projektentwicklungsgesellschaft IndustrieKultur Saar GmbH (IKS) bereits stattfindet. Indem mit jedem Spiel ein neues Spektrum an Projektkonstellationen die Potenziale aufzeigt, die der saarländische Strukturwandel mit sich bringt, werden mit Hilfe des Standortspiels ‚plan?URBAN!' unterschiedlichste Entwicklungsszenarien für den Transformationsprozess des Grubenareals veranschaulicht und auf spielerischer Grundlage diskutierbar.

Alle ‚Freunde des gesellschaftlichen Spiels' sind an diesem Abend eingeladen, gemeinsam den Parcours der ehemaligen Grubenanlage ‚Göttelborn' zu betreten. Den Abend eröffnet Prof. Wolfgang Christ (BU Weimar) mit einem Vortrag über das Entwicklungsareal der Grube Göttelborn. Nach dieser ‚Ortsbegehung' erläutern die Autoren die Spielidee und das spielerische Potential des Strategie- und Standortspiels ‚plan?URBAN!'. Im Anschluss kann jeder der mitplanenden Strategen die Transformation der Grube ‚Göttelborn' zur "Cité der Industriekultur" im Zeitraffer einer Spielrunde vorwegnehmen und den Revitalisierungsprozess an den Spieltischen selber mitbestreiten.

Die Idee zum Strategie- und Standortspiel entstand im Rahmen des Studienprojektes "Industriekultur: Urbane Strategien" am Institut für Europäische Urbanistik (IfEU) der Bauhaus-Universität Weimar / Lehrstuhl für Entwerfen und Städtebau I, geleitet von Prof. Wolfgang Christ. ‚plan?URBAN!' wurde von urbanplayground für die Projektentwicklungsgesellschaft IndustrieKultur Saar GmbH (IKS) konzipiert und entwickelt und von der Designerin Ricarda Porzelt in Zusammenarbeit mit den Autoren gestaltet. Das Team von urbanplayground setzt sich aus Turit Fröbe und Michael Hehenkamp zusammen. Beide studieren "Europäische Urbanistik" an der Bauhaus-Universität Weimar. Darüber hinaus bringen sie als Architekturhistorikerin und Architekt unterschiedliche Kompetenzen mit, die sich hervorragend ergänzen. Den spielerischen Abend moderiert Philippe Schmidt, Vorsitzender des Vereins der Absolventen und Freunde der Europäischen Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar e. V. (AFEU e.V.) und Mitbegründer der Initiative ‚Freiraum - Weimarplatz'.

Weiter Informationen zum Standortspiel ‚plan?URBAN!:' finden Sie unter: