herzblut - Vortrags- und Gesprächsreihe zu zeitgenössischer Kunst

Wakstein + A.T.: 'Self Portraits as an Artist'

HERZBLUT
Vortrags- und Gesprächsreihe zu zeitgenössischer Kunst. Zusammenarbeit von Kunstsammlungen zu Weimar, Bauhaus-Universität Weimar und ACC Weimar

Der israelische Künstler David Wakstein ist seit 35 Jahren als Maler und als sozialer Aktivist tätig. Er engagiert sich innerhalb Israels gesellschaftlicher Brennpunkte und Spannungsfelder und bezieht sich auf die individuelle, kommunale und öffentliche Identität.

hitler & the Moon - Detail
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Wakstein hat mehrere Projekte initiiert um die Kunst in die Gesellschaft, im Besonderen in ausgewählte Gemeinden, zu bringen. In den späten 70er Jahren leitete er den Yavne Artists Workshop, den Prototypen eines multidisziplinär agierenden Kunstzentrums in der Peripherie Israels. In den 80er Jahren engagierte er sich als Mitglied von zwei aufeinander folgenden Künstlerkollektiven, welche unter anderem zwei Galerien in Tel Aviv gegründet haben: die Ehad Ha'am 90 und die Rega. Das erklärte Ziel war es, die eigene Kunst für die visuelle Sprache der lokalen Umgebung zu öffnen um damit wieder eine lebendige und auch riskante malerische Sprache in die israelische Kunstszene einzuführen, auch in der Hoffnung den Jüdisch-Arabischen Diskurs weiter voranzubringen.

David Wakstein lehrt und arbeitet mit jüdischen und arabischen Kindern und Kunststudenten aus verschiedenen Orten Israels. Das Projekt heißt A Network of Stations for Contemporary Art (Ein Netzwerk für Standorte der zeitgenössischen Kunst).

In seinem Vortrag wird David Wakstein in seine Idee dieser Standorte einführen, ein Netzwerk von Laboratorien für Kunst, Bildung und sozialen Aktivismus, innerhalb derer auch der Austausch zwischen ihren einzelnen Komponenten inbegriffen ist. Wakstein zeichnet so ein Portrait des Künstlerdaseins als eine innovative Person, die sich innerhalb der Gesellschaft engagiert, angeregt ist traditionelle Schranken zwischen den Bereichen zu brechen und zwischen eigener Arbeit und der Arbeit anderer zu agieren.

Since 35 years artist David Wakstein from Israel is acting as a painter and social activist. In particular, he is engaged with some of the burning dilemas in the Israel society concerning individual, communal and public identity.

He founded several projects aiming at taking out art into society at large and particularly into specific communities. In the late seventies he directed the Yavne Artists Workshop, a prototype multidisciplinary art center in the periphery. In the 1980s he was a member of two consecutive artist-collectives who founded two independent art galleries in Tel Aviv: Ehad Ha'am 90 and Rega. Their goals were to reintroduce live, risk-taking painterly language into the Israeli Art scene, while opening their own art for the visual language of the local environment, through which we hoped to promote Jewish-Arab discourse.

David Wakstein teaches and works with jewish and arabic Children and art students from different israelian cities. This project is called A Network of Stations for Contemporary Art.

During his lecture, David Wakstein will introduce the idea of these Art Stations: a network of 'laboratories' in which art, education and social activism are interacting with each other. Furthermore he draws a picture of the artist as an innovative person who is actively engaged with his own society, motivated to challenge traditional barriers between categories and between his own art and the work of others.

Donnerstag,24.04.2008, 20:00 Uhr, ACC
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €

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