herzblut (Vortrags- und Gesprächsreihe zu zeitgenössischer Kunst)

Kunst, Aktivismus, Zivilgesellschaft
Die Künstler Lael Kline, Jerusalem und Susanne Bosch, Berlin

HERZBLUT
Vortrags- und Gesprächsreihe zu zeitgenössischer Kunst. Zusammenarbeit von Kunstsammlungen zu Weimar, Bauhaus-Universität Weimar und ACC Weimar

Zusammen mit 14 anderen TeilnehmerInnen aus 8 Ländern bearbeiteten die Künstler Lael Kline und Susanne Bosch in einem internationalen Seminar Themen, die mit Konflikten, Prävention, Zivilgesellschaft, Frieden,... zu tun haben. Als Künstler und Personen, die im kreativen Bereich arbeiten, stellen sich in dem Zusammenhang eine Reihe von Fragen. Lael Kline und Susanne Bosch wollen diese ihre Fragen und mögliche Antworten, die sie in der Praxis erfahren haben (Sarajevo März 2004, Israel 2004), u.a. in ihrem Vortrag und Gespräch zur Rede stellen:


  • Prävention, Intervention oder Post-Konflikt Arbeiten?
  • Können Künstler Lösungen für Konflikte anbieten?
  • Sind Künstler Spezialisten im Suchen neuer Lösungen?
  • Gutmensch-Künstler-Imperialismus?
  • Wird die Kunst funktionalisiert mit einem solchen Inhalt und dem konkreten Einflusswunsch auf die Realität?

  • Was ist die Kraft der Kunst als Kommunikationsmittel zwischen den Kulturen?
  • Kunst ist nicht genug - ist Kunst genug?
  • Welchen Einfluss hat eine bestimmte Haltung auf Form- und Medienwahl eines Kunstwerkes?

  • Wenn Kunst ein kommunikatives Ausdrucksmittel ist, wer ist interessiert daran gezeigt zu werden, zu zeigen und zu sehen?
  • Wie bringt man ein wichtiges politisches Problem in eine signifikante Visualisierung?

  • Wer interessiert sich für politische Kunst?
  • Was ist die Kunst in der Politik?
  • Was ist ein Zivilgesellschaft und was heißt das?

  • Künstler aus Konfliktregionen oder in Konfliktregionen lebend: Hat das einen Einfluss auf ihre Kunst?
  • Warum involvieren sich Künstler aus Nicht-Konfliktregionen mit zivilgesellschaftlichen Themen in andere Länder?
  • Wie sieht das praktisch aus auf den Ebenen der Finanzierung, der Administration und der Arbeitsebene?

  • Was ist die subjektive Kraft eines Kunstwerkes?
  • Haben Künstler die brückenschlagende Fähigkeit, Kommunikation, Verständigung und eine neue Definition von Identitäten zu ermöglichen?
  • Was ist ein Konflikt?
  • Was ist Frieden?
  • Wie sieht die Vision aus, die hinter Frieden und Gerechtigkeit steht?
  • Wo sind direkte Verbindungen zwischen Kunst und Friedensarbeit?
  • ...

Dienstag,15.06.2004, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: frei!

 Lael Kline mit der Künstlerin Alma Suljevic in Sarajevo, März 2004
Lael Kline mit der Künstlerin Alma Suljevic in Sarajevo, März 2004

Biographien:

Lael Kline, geboren 1976, lebt und arbeitet in Jerusalem. Er studierte Film an der Charles Smith Schule für Kunst. Nach seinem Militärdienst studierte er Neue Medien an der Mustrara-Schule für Fotografie und Neue Medien, Jerusalem. Er unterrichtet Videokonzeption und Video-Editing an der Mustrara-Schule für Fotografie und Neue Medien. Er arbeitet als Konzeptions- und Realisationsmanager für KünstlerInnen (für Marcelo Lauber beim Jerusalem Festival 2002 und Efras Shvili auf der Istanbul Biennale 2003). 2003 managte er den Community-TV-Center »Jerusalem-Lev Hair 2002 war er eingeladen bei einem israelisch-palestinensischen Seminar, »Braking Barriors

Susanne Bosch, geboren 1967, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Kunst an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Auslandsstipendien u.a. in Salzburg, Polen, Spanien, Nicaragua und der Türkei. Sie nahm an zahlreichen internationalen Gruppenausstellungen teil und hatte zahlreiche Einzelausstellungen im In- und Ausland. Sie war Co-Kuratorin einiger Publikationen und ist Organisatorin von Workshops, Vorlesungen und Ausstellungen. Sie war 2000-2003 Mit-Initiatorin von sox36, einer Schaufenstergalerie in Berlin. Seit 1996 arbeitet sie vorwiegend im öffentlichen Raum mit einem ortspezifischen und partizipatorischen Ansatz.