herzblut:
Michael Vorfeld, Berlin: DIE GLÜHLAMPE

HERZBLUT
Vortrags- und Gesprächsreihe zu zeitgenössischer Kunst. Zusammenarbeit von Kunstsammlungen zu Weimar, Bauhaus-Universität Weimar und ACC Weimar

Geschichte und Wirkung eines Gebrauchsgutes. Ein Vortrag von Michael Vorfeld, Künstler und Performer, dargeboten mit Lichtbildern und Glühlampen.

Mittwoch,22.01.2003, 20:00 Uhr, ACC
Eintritt: frei!

Glühlampen
Glühlampen

Auf vielfältigste Weise Licht spendend und kinderleicht zu handhaben, wurde die Glühlampe zum Symbol gleichermaßen für Licht und Idee. Ausgehend von den ersten Versuchen der elektrischen Lichterzeugung vermittelt der mit Zitaten und Anekdoten angereicherte Vortrag die spannende Entwicklungsgeschichte und große Faszination der neuen künstlichen Lichtquelle. Beschrieben wird die Präsentation der Glühlampe auf der Pariser Weltausstellung 1900, wo ihre Illuminationskünste Millionen von Besuchern begeiserte. Teil des Vortrags ist auch das Kuriosum der Dunkelbirne, die während des 2. Weltkriegs nur ein Minimum an Licht spenden durfte. Die nachhaltige Wirkung der Glühlampe auf das Theater des beginnenden 20. Jahrhunderts und die mit der Glühlampentechnik einhergehende Veränderung des Bühnenraums sind ebenso Thema, wie der Einfluss der Glühlampe auf die Lichtarchitektur und das durch Lichtwerbung veränderte Erscheinungsbild der nächtlichen Stadt.

Arbeiten mit Licht: "Nach langer intensiver Auseinandersetzung mit Fotografie gilt mein hauptsächliches visuelles Interesse seit vielen Jahren der Arbeit mit Licht. In raum- und situationsbezogenen Installationen und Aktionen bediene ich mich vielfäfltiger Möglichkeiten des Lichts. Weißes und farbiges Licht, grelles und weiches Licht, kaltes und warmes Licht, Licht und Schatten. Veränderung von Atmosphäre und räumlicher Wahrnehmung wowie der Umgang mit der jeweiligen architektonischen Situation sind Grundlagen meiner Arbeit. Der Umgang mit Licht, seine Führung und Setzung vom kleinen Lichtereigniss bis zur raumgreifenden Illumination, bleibt stets nachvollziehbar. Dabei bewahren die zur Lichterzeugung nötigen Geräte und Lichtquellen ihren technisch bestimmten Objektcharakter. Licht in seiner unstofflichen Magie, wie auch in seiner Wirkung auf Raum und Archtiktur kommt dabei klar und unmittelbar zur Geltung.Material für meine Lichtarbeiten sind u. a.: verschiedenste Glühlampen, Leuchtstoffröhren und Neonlichtquellen, Projektoren (von der Laterna Magika bis zum Karussellprojektor), Taschenlampen und Lichtzeiger, Diapositive, Masken, Folien, Spiegel etc."

Michael Vorfeld (*1956), lebt und arbeitet als Musiker und bildender Künstler in Berlin. 1982-84 Studium der freien Kunst in Köln. 1985-90 Studium der visuellen Kommunikation in Kassel. Neben Solo-Aktivitäten ist er Mitglied verschiedener Formationen und arbeitet mit Künstlern aus unterschiedlichen Bereichen, Realisierung zahlreicher ortsbezogener Arbeiten. Umfangreiche Konzert-, Performance- und Ausstellungstätigkeiten in Europa, den USA und Südostasien. In seinen visuellen Arbeiten steht der Umgang mit Licht im Vordergrund. Es entstehen Lichtinstallationen, die sich stets mit der Architektur und der Situation des jeweiligen Ortes auseinandersetzen. Darüber hinaus entwickelt Vorfeld Lichtkonzeptionen, die mit Hilfe von Projektionen und unter Verwendung unterschiedlichster Lichtquellen im Performancebereich aufgeführt werden. Vorfeld spielt Perkussion und selbstentworfene Saiteninstrumente. Er arbeitet im Bereich improvisierter Musik, experimenteller Musik und Klangkunst. Die Liste der Aktivitäten umfasst Konzerte, Performances und Ausstellungen u.a.: 'documenta 8' Kassel (mit der Künstlergruppe 'Heinrich Mucken'), 'Moltkerei Werkstatt' Köln, 'Het Apollohuis' Eindhoven, 'Logos Foundation' Gent, 'Künstlerhaus am Deich' Bremen, 'Palais des Beaux Arts' Brüssel, 'Melkweg' Amsterdam, 'Künstlerhaus' Dortmund, 'Expo - Deutscher Pavillon' Hannover, 'Goethe Institut' Hanoi, 'Experimental Intermedia' New York, 'Podewil' Berlin, 'Center of Contemporary Art' Warschau, 'Plan B' Tokyo, Stadtmuseum Köln, Architektur Museum Basel, Kunstgewerbemuseum Frankfurt/M, 'De Fabriek' Eindhoven/NL, Tiefgarage Kassel, 'Klang Art Festival' Osnabrück, 'The Substation' Singapur,'Art in General', New York, Planetarium Kassel.

Herzblut: Vortrags- und Gesprächsreihe zu zeitgenössischer Kunst. Zusammenarbeit von Kunstsammlungen zu Weimar, Bauhaus-Universität Weimar und ACC Weimar