herzblut

herzblut:
Claus Bach, Weimar: Vexierspiel

HERZBLUT
Vortrags- und Gesprächsreihe zu zeitgenössischer Kunst. Zusammenarbeit von Kunstsammlungen zu Weimar, Bauhaus-Universität Weimar und ACC Weimar
Herzblut 3/2001: Der Foto-Experimentator und Performer Claus Bach gibt Einblick in vergangene und aktuelle Stationen seiner Arbeit. Claus Bach (*1956, Schneeberg), arbeitete nach einem abgebrochenem Baustoffverfahrenstechnik-Studium und einer abgeschlossenen Ausbildung zum Fotografen bis 1985 an der "Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar". In dieser Zeit stand er auch in enger Kollaboration mit dem Berliner Literaten Thomas Günther und der Malerin Sabine Jahn. Es entstanden zahlreiche Fototext-Montagen und Aktionen, die in eigenen Editionen und damaligen Künstlerzeitschriften wie "Entwerter-Oder", "HERZATTACKE" (Berlin), "UND" (Dresden) oder "REIZWOLF" (Weimar) im Eigenverlag publiziert wurden. Seit seiner ersten Ausstellung "KNALLKÖRPER" im Jahre 1991 realisierte er verschiedenste Projekte mit der ACC Galerie, u.a. den umfassenden Katalog "KOPFÜBER"* mit einer Gesamtschau zu seinem fotografischen Werk von 1980 bis 1994. Ausstellungen in Leipzig, Berlin, Antwerpen, Boston und Barcelona machten ihn auch über die Region hinaus bekannt. Neben der Realisierung verschiedener Arbeitsstipendien arbeitet Bach seit 1995 als Lehrbeauftragter in Weimar und Trier. Zeitzitate waren schon immer Bachs Weggefährten. Auf ironische Art und Weise hinterfragt er die Bedeutung des Mediums Fotografie und deren scheinbare Abwertung in unserer Bildergesellschaft. Dabei arbeitet er mit den Mitteln der Skulptur, der Performance und des Films. Auch die liebenswert-neurotische Provinzialität Weimars ist für ihn Arbeitsanlaß. Sein bisweilen durchtriebenes Spiel mit Manipulationsformen und Klischees, mit Austauschbarkeit und Uniformität deckt die Künstlichkeiten unserer alltäglichen Lebensmentalität auf und schafft oftmals erfrischende Irritation. Herzblut: Vortrags- und Gesprächsreihe zu zeitgenössischer Kunst. Realisierung in Zusammenarbeit von Bauhaus-Universität Weimar, Kunstsammlungen zu Weimar und ACC Weimar.

Mittwoch, 4.4.2001, 20 Uhr, ACC Galerie. Eintritt frei!