HERZBLUT
vortrag+gespräch

HERZBLUT
Vortrags- und Gesprächsreihe zu zeitgenössischer Kunst. Zusammenarbeit von Kunstsammlungen zu Weimar, Bauhaus-Universität Weimar und ACC Weimar
Seit April 1997 berichten national und international renommierte Künstler, Kunstkritiker und Kunstvermittler der jüngeren Generation, deren Arbeit der Kunstszene neue Impulse verleiht, im ACC über ihre Projekte. Strategien und Mechanismen des Marktes sollen nach den Vorträgen genauso zur Diskussion stehen, wie die verschiedenen Ansätze der einzelnen Künstler. Herzblut entspringt der Initiative einer Gruppe Studenten der Fakultät Gestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar. Die Reihe begann !995. Als Antwort auf die wachsende Resonanz in der Weimarer Öffentlichkeit wird Herzblut seit April 1997 in Zusammenarbeit zwischen der Bauhaus-Universität und dem ACC fortgesetzt. Nun gibt es eine weitere Zusammenarbeit - diesmal sind die Kunstsammlungen zu Weimar zusäztlicher Partner zur Bauhaus-Universität Weimar und dem ACC. Ab April 1999 veranstaltet HERZBLUT neben dem regulären Programm in der Großen ACC Galerie einen Abend pro Halbjahr im Neuen Museum Weimar. Hier ist der Vortrag und die Diskussion an die konkrete künstlerische Arbeit gebunden. Herzblut im ersten Halbjahr 1999:
  • April: Gunda Förster, Berlin. Neues Museum Weimar.
  • Mai: CALC, Casqueira (Spanien), ACC Galerie.
  • Juni: Mauricio Dias/Walter Riedweg, Basel. ACC Galerie.
  • Juli: Anne Laucaton/Jean Philippe Vassal, Bordeaux. ACC Galerie.
Erster Herzblut-Vortrag in der Tonne, Neues Museum Weimar: FACE - FAtE - FAKE. Gunda Förster, Künstlerin, Berlin
In ihrem Vortrag spricht die junge Berliner Künstlerin Gunda Förster (*1967) über wesentliche Aspekte ihrer Arbeit. Gegenstand ihrer künstlerischen Auseinandersetzung ist das Beziehungsgeflecht von Raum, Licht und Zeit. Durch ständige Bewegung entsteht ein dynamisches System, in dem sich Zusammenhänge verlagern und verändern. Im Vortrag bezieht sie sich sowohl inhaltlich als auch formal auf ihre für das Neue Museum entwickelten "Blitze": Sie untersucht die Beziehung von Realität und Schein, Manipulation und Verweigerung, Anwesenheit und Abwesenheit, Ursache und Wirkung und wie diese miteinander verwoben sind. Fragmente individuellen persönlichen Erlebens und theoretischer Reflexion werden zu einem Netz von Verweisen und Bezügen geknüpft und ins Spannungsverhältnis zur linearen Struktur eines Vortrags gestellt. Die Irritation ist programmiert. Bleibt die Frage, ob der Zufall das Chaos ordnet.
Veranstalter: Kunstsammlungen zu Weimar, Bauhaus-Universität Weimar, ACC Galerie.
Mittwoch, 28.04.99, 21 Uhr,
Neues Museum.
Eintritt frei!