ausstellung

Universitätsgalerie im ACC:
3 Visionen der Öffentlichkeit
3 visiones de lo público


Einladungskarte
Einladungskarte

Ausstellung der Forschungsgruppe 'Kunst und Kontext' der Universidat Politecnica Valencia, Fakultad des Bellas Artes (Partneruniversität der Bauhaus-Universität Weimar), veranstaltet von der Fakultät Gestaltung.

Fotografie, Videos, Objekte, Installationen

Mit Joan Llaveria i Arasa, Joan Bta. Peiró, Elias M. Perez, Pere Llaveria, Silvia Molinero. Fotos: Josep. Video: David Maroto. Grafik-Design: Shin Cho

01.06.2002 - 23.06.2002, Universitätsgalerie

Eröffnung am Freitag, 31.5.2002, 20 Uhr.

Dienstag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Eintritt frei!

Das Projekt dreht sich um zwei wesentliche Achsen innerhalb der künstlerischen Reflexion über den öffentlichen Raum. Zum einen um den künstlerischen Ausdruck als Weg zur (soziopolitischen) Interpretation des öffentlichen Raumes und zum anderen um den spezifischen Aktionsvorschlag für einen bestimmten Kontext. An den spanischen Universitäten werden zum Zwecke der Forschung Forschungsgruppen gebildet. Diese Gruppen bestehen aus Professoren und Stipendiaten, die einer oder verschiedenen Fachrichtungen angehören. Auch die Fakultad de Bellas Artes steht nicht abseits und bildet ebensolche Forschungsgruppen. Individueller Werdegang des Künstlers und Forschung werden hier gefördert. Die Forschungsgruppe "Kunst und Kontext" der Polytechnischen Universität von Valencia besteht aus Professoren und Stipendiaten der Fachrichtungen Malerei und Bildhauerei sowie gelegentlich auch Angehörigen anderer Disziplinen. Ihr Aktionsfeld konzentriert sich, wenn auch nicht ausschließlich, auf das Gebiet der urbanen Gestaltung. Ziel ist, ausgehend von der künstlerischen Reflexion und Umsetzung, eine Vertiefung der sozialen Dimension des öffentlichen Raumes zu erreichen, und die Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Einrichtungen zu fördern.

Die Ausstellung 3 Visionen der Öffentlichkeit präsentiert sich als eine Stellungnahme zu den gesellschaftlichen und kulturellen Werten der Kunst in ihrer öffentlichen Dimension. In ihr wird im wörtlichen wie im übertragenen Sinn eine Landschaft durchwandert, sowohl als Hintergrund und Kontext als auch hinsichtlich des künstlerischen Verhaltens der einzelnen teilnehmenden Künstler und schließlich in Bezug auf die im Rahmen der Grupo Arte y Entorno (Gruppe Kunst und Umwelt) entwickelten gemeinsamen Projekte. Leitgedanken sind: der Sinn der Örtlichkeiten, die Erinnerung, die Identität, das Einzigartige und das Weitverbreitete und es werden Problemfelder thematisiert wie die humanistischen Werte, die Geschichtlichkeit der kleinen Vorkommnisse, die Empfindung des Örtlichen und der kleinen Dinge, die als Mikrokosmos die Metapher des Universellen bilden.

"Monumente müssen nicht physisch groß sein, um ihre Wirkung zu entfalten, wie viele zeitgenössische Künstler bewiesen haben. Unserer Meinung nach sind die gelungenen Monumente diejenigen, deren Projekt innerhalb der Gemeinschaft wächst, von ihr getragen wird und sich in ihr entfaltet. Sie werden mit der Absicht geschaffen, andere teilhaben zu lassen, die ihren Beitrag leisten, um einen Sinn, einen Wert auszudrücken, oder um ein Identitätssignal für die Erinnerung zu stiften. Die künstlerische Arbeit wäre demnach eine Handlung gesellschaftlicher Dimension, die vom Künstler als Experten für plastische Gestaltungen und Ausdrucksformen für die Öffentlichkeit erbracht wird und von ihr mit Leben zu erfüllen ist. Die Idee des Ortes im Sinne des öffentlichen Raumes, den wir einnehmen und von dem wir eingenommen werden, ist für uns nicht formal, sondern kulturell bestimmt. Sie entspricht dem Raum, den die Bewohner physisch und psychisch einnehmen und der durch die in ihm konkretisierten Erinnerungen bestimmt ist. Gegenüber dem allgegenwärtigen Vergessen taucht die Erinnerung in gewisser Weise wie eine gesellschaftsstiftende Kraft auf. Sie muss aber jeweils neu interpretiert oder erschaffen werden, um nicht nachteilig zu wirken. In diesem Sinne bezieht sich ein Werk wie La puerta de Shengen (Die Tür von Shengen) oder Projekt für ein Monument ohne Geschichte auf den gegenwärtigen Augenblick und auf die widersprüchlichen Gefühle, die es in unserer Gesellschaft hervorrufen wird, die im Trauma der eigenen Geschichte gefangen ist und doch dazu bestimmt, sich engagiert den solidarischen Werten zu öffnen, die die Gegenwart erfordert." (Grupo Arte y Entorno)


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