ausstellung

Universitätsgalerie im ACC:
Isler-Schalen

Universitätsgalerie im ACC
April 2001 bis Juni 2002
Zeichnungen, Modelle, erläuternde Fotografien und Texte

Heinz Isler - Ein Ingenieur als bildender Künstler

04.04.2001 - 22.04.2001

Der Schweizer Heinz Isler (geb. in Zürich 1926) ist Ingenieur, Künstler, Architekt, Baumeister und Handwerker in einer Person. In der retrospektiven Schau erhält man nicht nur einen Überblick über seine zahlreichen Bauten, sondern auch einen Eindruck von seinen sehr eigenwilligen Arbeitsweisen und seinen Experimenten ('Es gibt keine technische Frage, die man nicht innerhalb von 40 Sekunden näherungsweise zufrieden stellend beantworten kann').

Von frühester Jugend an entwickelte Issler ein reges Interesse an Naturvorgängen; diese Beobachtungen ermöglichen ihm später als Ingenieur, physikalische Prinzipien zu erkennen und in seine Entwürfe zu integrieren. Er studierte an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, es folgen drei Jahre Assistentenzeit bei Professor Lardy (Massivbau und Statik), anschließend besucht Isler neun Monate die Kunstgewerbeschule und kehrt dann wieder zu seiner Ingenieurstätigkeit zurück. Es entstehen Projekte, bei denen die Formfindungsmethoden weiter verfeinert werden. Zahlreiche neue Schalentypen wie das Hotelhallenbad Lugano, mehrere Gartencenter in Frankreich und in der Schweiz, das weitgespannte Dach für das Natur-theater in Grötzingen bei Stuttgart, in den späten siebziger Jahren entstehen mehrere, elegante dem BallfIug angepaßte Tennishallen. Im Garten seines Hauses in Zuzwil bei Bern werden jährlich neue Experimente mit gefrierendem Wasser erdacht und ausgeführt. Heinz Isler hat mittlerweile über 1000 Schalen gebaut, die Ausstellung beinhaltet zahlreiche Architekturmodelle von Schalenbauten, die das Lebenswerk plastisch erlebbar machen.