Stephan Weitzel

International Studio Program of the ACC Galerie and the City of Weimar (since 1994)

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studioprogram@acc-weimar.de

Municipal Studio Building

Dritter Stipendiat des diesjährigen, Herder gewidmeten Atelierprogramms ist der Künstler Stephan Weitzel, der von Oktober bis Dezember 2003 im Städtischen Atelierhaus Weimar leben und arbeiten wird (Ausschreibung zum 9. Atelierprogramm (2003)).

Stephan Weitzel, 2003, SWKK, Neuzugang Kunstsammlungen, Foto: Stephan Weitzel
Stephan Weitzel, 2003, SWKK, Neuzugang Kunstsammlungen, Foto: Stephan Weitzel

Stephan Weitzel, geb. 1970 in Stuttgart. Seit 1989 in Paris. Studium der Literatur und Linguistik. Publikationen und Sprachunterricht. 1994-1996 in London und Norwich, Kunststudium. Installationen, Zeichnungen und Schrift. Ausstellungen in Berlin, Paris, Irland. Arbeitsstipendium der "Pépinières europénnes pour jeunes artistes" an der National Sculpture Factory in Cork, Irland. Einzelausstellung "George in Paradise" im Goethe-Institut Dublin. Kuba, 2001 und 2003, Installationen und künstlerische Leitung bei den Dreharbeiten des Spielfilms Siete dias Siete noches von Joel Cano. Zeitgleich mit dem Atelierstipendium in Weimar läuft die Installations-Ausstellung res publica im 9.Pariser Bezirksrathaus.

Schaukasten des Stadtmuseums Weimar, UNESCO-Platz. Foto: Stephan Weitzel
Schaukasten des Stadtmuseums Weimar, UNESCO-Platz. Foto: Stephan Weitzel

Nach der die Videoüberwachung hinterfragenden Intervention "Wir haben schon zu viel mit angesehen", bei der Stephan Weitzel dem Dichterpaar Goethe und Schiller auf dem Goethe-Schiller-Denkmal vor dem Deutschen Nationaltheater in Weimar die Augen verbunden hatte, greift er nun in die Debatte um die Sparpolitik der Stadt ein. Im Schaukasten des Stadtmuseums zeigt er u.a. zwei an die Kunstsammlungen der Stadt geschenkte Werke.

Zusatzinfo:

Stadtmuseum Weimar im Bertuchhaus, Karl Liebknecht Straße 5-9, 99423 Weimar, geschlossen seit dem 1. Oktober 2003.

Die Stadt Weimar hat aus finanziellen Gründen ihr Stadtmuseum und das Deutsche Bienenmuseum auf Beschluss des Stadtrates geschlossen - ein bisher in Deutschland einmaliges Vorgehen. Das Museum ist, wie das Bienenmuseum seit 1. September, seit 1. Oktober 2003 nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich. Kulturvereine liefen Sturm bis zuletzt. Nun setzt die Kommune auf privates Engagement. Das Stadtmuseum, das in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert, war erst aus Anlass des Europäischen Kulturstadtjahres 1999 für rund sechs Millionen Euro saniert worden. Die neue Dauerausstellung erinnert als einzige an die 1919 in Weimar beschlossene erste demokratische Verfassung Deutschlands. Frisch auf Vordermann gebracht ist auch das älteste Deutsche Bienenmuseum. Erst Ende vergangenen Jahres wurde es neu eröffnet.


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