PRESSEMITTEILUNG:

ACC Galerie Weimar und ihre gastierenden Künstler widmeten ihr Programm auch 2006 dem radikalen Dialog

Pressemitteilung

ACC, Burgplatz 1+2
99423 Weimar
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während des Workshops von Noboru Tsubaki im <br />ACC gestaltete Modell-Mauersegmente
während des Workshops von Noboru Tsubaki im
ACC gestaltete Modell-Mauersegmente

Mit dem Jahresende schließt am 31. Dezember auch die Ausstellung "Die Kultur der Angst - The Culture of Fear" in der ACC Galerie Weimar ihre Pforten. Mehr als acht Monate war die Schau zu sehen - zunächst in den Räumen der ACC-Partnerinstitution Halle 14/Stiftung Federkiel in Leipzig und dann in Weimar. Zuletzt leitete der japanische Künstler, Sozialunternehmer und radikale und aktive Träumer Noboru Tsubaki anlässlich der Ausstellung im ACC einen internetbasierten Workshop.

Grenzabschnitt zwischen Israel+Palästina mit <br />UN-Logo von Noboru Tsubaki
Grenzabschnitt zwischen Israel+Palästina mit
UN-Logo von Noboru Tsubaki

Dessen Ziel war es, auf die jüngst errichtete Mauer zwischen Israelis und Palästinensern und die damit einhergehende Diskriminierung aufmerksam zu machen. Mauersegmente aus Karton fertigten die Workshopteilnehmer selbst und gestalteten so ein Modell der Mauer nebst Zeichnungen und Graffiti (Foto 1 im Anhang). Das Original ist bereits in Betrieb (Foto 2 mit Tsubakis UN-Logo).

UNapplication-Logo
UNapplication-Logo

Gemeinsam mit 30 Freunden gründete Tsubaki 2002 seine eigene UNO (Bild 3), da ihn das Leistungsvermögen des Originals immer mehr enttäuschte und frustrierte. In Bangladesch demonstrierten Tsubaki und seine "UN-Boys" z.B. den armen Landbauern, wie sie durch die Verkohlung von Bambus das stark verschmutzte Wasser des Brahmaputra filtern und entgiften können (Foto 4).

Herstellung von Bambuskohle zur Filterung <br >/verschmutzten Flusswassers am Brahmaputra
Herstellung von Bambuskohle zur Filterung
/verschmutzten Flusswassers am Brahmaputra

Ein Projekt der UNESCO, das der Bevölkerung über Erdbohrungen gewonnenes "Trinkwasser" anbot, scheiterte zuvor aufgrund des dabei frei gesetzten Arsens, das sich mit dem Grundwasser vermischte.

Radikal Dialogue
Radikal Dialogue

Im Rahmen seiner ACC-Aktionen, die alle unter dem Zeichen des RADIKAL DIALOGUE (Bild 5) standen - des unbedingten Dialogs anstatt der Anwendung von Gewalt - hielt Tsubaki auch den Vortrag "Die Restauration der asymmetrischen Welt: Neue Tendenzen in Japans zeitgenössischer Kultur" (Foto 6).

Vortrag von Noboru Tsubaki (im Bild) 'Restauration<br /> der asymmetrischen Welt...'
Vortrag von Noboru Tsubaki (im Bild) 'Restauration
der asymmetrischen Welt...'

Seit 2006 hat die ACC Galerie Weimar ganzjährig keinen Schließtag mehr. 51 Künstler aus 22 Ländern (unter ihnen Bulgarien, Bolivien, Chile, China, Georgien, Kasachstan, Kolumbien, Serbien und Uruguay) konnten in diesem Jahr in vier Ausstellungen ihre Kunst im ACC vorstellen, wobei die Schwerpunkte auf künstlerischen Positionen aus dem österreichischen Linz, aus Lateinamerika und zum Thema "Die Kultur der Angst" lagen.

Noboru Tsubaki mit George W. Bush und <br />Colin Powell
Noboru Tsubaki mit George W. Bush und
Colin Powell

Die neben 21 anderen internationalen Künstlern derzeit ausstellenden Stipendiaten des 11. Internationalen Atelierprogramms der ACC Galerie Weimar und der Stadt Weimar 2005 Die Kultur der Angst - The Culture of Fear kommen aus Seattle (Oscar Tuazon), Leipzig (Mandy Gehrt) und Tokio (Kyoko Ebata), die derzeit produzierenden Stipendiaten des 12. Internationalen Atelierprogramms 2006 Die Subversion des Stillstands - The Subversion of Standstill kommen aus Maastricht (die Schweizerin Claudia Hardi), Stockholm (die Norwegerin Lene Berg) und Ljubljana (der Brite Patrick Ward) und die ausgewählten Stipendiaten des 13. Programms 2007 AUSSEN VOR - ON THE OUTSIDE werden aus San Francisco (Kristin Lucas), Donostia/Spanien (Xabier Salaberria) und Tel-Aviv (Yochai Avrahami) anreisen.

Mit der herzlichen Bitte um Veröffentlichung, Frank Motz und Noboru Tsubaki (Foto 7: mit George W. Bush und Colin Powell)