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Pressemitteilung

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Körper, Identität und Wahnsinn in den Videoinstallationen Tony Ourslers. Vortrag von Sabine Flach, Kassel.

Mittwoch, 22.7.98, 21 Uhr, Große ACC Galerie,
Eintritt: 5 DM / 4 DM

Der 1957 geborene Videokünstler Tony Oursler - Arnold Bode Preisträger 1996 und seit der documenta 8 kontinuierlich alle fünf Jahre in Kassel zu sehen - präsentiert in seinen Videoinstallationen seltsam anthropomorphe Gestalten, Puppen und Dummies, die er selbst als "the most paranoid" bezeichnet. Ist es ein Kennzeichen der zeitgenössischen Kunst, daß zunehmend figurale Formen verwendet werden, die im Sinne einer Auflösung, Fragmentierung oder Ersetzung zu erklären sind, kann man diese Entwicklung als das äußere Bild eines sich immer stärker ausdifferenzierenden Subjektbegriffs verstehen. Die Thematisierung der individuellen Befindlichkeit in einer zunehmend an Medien orientierten Gesellschaft stellt eines der wesentlichen Bezugsfelder für Oursler dar. Er organisiert seine Kunst damit zu einer Projektion für das Selbstverständnis des Betrachters. So soll im Vortrag am Beispiel ausgewählter Videoinstallationen des Künstlers der vieldiskutierten Identitätskrise des postmodernen Menschen nachgegangen werden.

Sabine Flach, M.A., geb.1965, hat Kunstgeschichte und Germanistik in Marburg/Lahn und Kassel studiert, ist seit 1996 Doktorandin und war Mitarbeiterin der documenta X (Führungsdienst). Seit Januar 1998 arbeitet sie außerdem am Forschungsprojekt "Intermedialität" am Wissenschaftlichen Zentrum für Kulturforschung/WZ II der Universtät/Gh Kassel mit.

Mit der freundlichen Bitte um Veröffentlichung und sommerlichen Grüßen aus dem ACC

Andrea Dietrich