Werkbericht 2 + Herzblut

Pressemitteilung

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Die Design-Professoren der Bauhaus-Universität Weimar

Im Rahmen der Ausstellung des ACC Droog Design berichten Professoren der Bauhaus-Universität Weimar in Gesprächen über eigene Arbeiten und Projekte. Die Weimarer Öffentlickeit ist eingeladen, die fünf Professoren für Produkt-Design und deren Arbeiten kennenzulernen.

Das zweite Gespräch (das erste war am 28.10.97 mit Prof. Wolfgang Sattler) bestreitet Heiko Bartels, seit 1993 Professor für Produktdesign an der Bauhaus-Uni Weimar. Professor Bartels ist seit 1976 freier Designer. Lehraufträge bringen ihn nach Düsseldorf und Kassel. Er ist Mitbegründer der Düsseldorfer Gruppe "Kunstflug", die 1988 den Staatspreis für Design und Innovation des Landes Nordrhein-Westfalen erhielt. Bartels wurde durch die Zeitschrift "Architektur und Wohnen" 1991 zum "Designer des Jahres" gewählt. Dienstag, 11.11.97, 21 Uhr, Große Galerie Mittwoch, 19.11.97, 21 Uhr, Prof. Kuno Prey, seit 1993 Prof. für Produktdesign an der Uni Weimar

Herzblut

Gesprächs-Reihe über zeitgenössische Kunst (seit April `97 14tägig im ACC) mit international renommierten Künstlern, Kuratoren und Kunstkritikern der jüngeren Generation, die über ihre Arbeit berichten und einen umfassenden, aktuellen Einblick in die Welt der freien Kunst und des Design in der nationalen und internationalen Kunstszene geben. Gast in diesem Monat ist der in New York lebende thailändische Künstler Rirkrit Tiravanija (geb. 1961 in Buenos Aires). Er ist ein Reisender im Dienste der Kommunikation und wurde bekannt durch seine Kochaktionen. Auf der ganzen Welt präsentiert der Künstler seine Arbeiten, die dem Zweck dienen, Menschen miteinander in Kontakt treten zu lassen. In einer Ausstellung stellte er die Möbel und Geräte des Bürotraktes der Galerie in den Ausstellungsraum und richtete dort eine provisorische Küche ein. Den Besuchern wurden Thai-Gerichte serviert, während der Galeriebetrieb ungestört weiterlief. Im Winter 96/97 verwandelte er den Kölnischen Kunstverein in ein "Haus der offenen Tür" und baute dort sein New Yorker Appartement nach, mit funktionstüchtiger Küche und Badezimer. Die "Ausstellung" konnte von Dienstag 11 Uhr bis Samstag 17 Uhr Tag und Nacht unentgeltlich betreten und bewohnt werden. Ob er ein Teezelt oder eine Bar aufbaut, eine Marionettenbühne unter freiem Himmel installiert oder auf einer Radtour durch Madrid immer wieder anhält, um Passanten eine Mahlzeit und ein Gespräch anzubieten, Tiravanija durchbricht in seiner Arbeit die Distanz zwischen Kunstwerk und Betrachter, sucht alle Beteiligten in sein Werk zu integrieren und schafft Räume und Situationen, in denen Gespräche mit Fremden möglich werden. Wenn Rirkrit Tiravanija am Mittwoch nach Weimar kommt, um unter anderem seine gerade in Berlin eröffnete Ausstellung vorzustellen, können wir sicher sein, einen geprächsbereiten Künstler anzutreffen.

Mittwoch, 12.11.97, 21 Uhr, Große Galerie

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Veröffentlichung,

Barbara Rauch