Margreet Ubels

Margreet Ubels (Amsterdam, *1964) beendete 1992 ihr Studium an der Kunstakademie in Groningen. Von 1993 bis 1996 lebte sie in Weimar, wo sie mit mehreren Ausstellungen an die Öffentlichkeit ging, Kurse an der Hochschule hielt und bei der Organisation von Kunstprojekten mitarbeitete. Jetzt ist ihr Atelier wieder in Amsterdam, doch die Kontakte zur ACC Galerie blieben erhalten, ihre letzte Ausstellungsbeteiligung galt der Schau Der rettende Engel zur Jahreswende 1998. Spätestens seit ihrer Ausbildung zur Landschaftsplanerin, die sie nach zwei Jahren gegen das Kunststudium eingetauscht hatte, wurden ihre gestalterischen Interessen vom äußeren Erscheinungsbild der Natur geprägt. Ob beherrscht oder geräumt, streitig gemacht oder kampflos überlassen, weit sind die Felder ihrer Arbeit. Ubels widmete sich neben der Malerei auch intensiv dem Holzschnitt, wovon Sie sich in unserer Galerie einen Überblick verschaffen können. Dabei interessieren sie Landschaft und Farbe ebenso wie die Auseinandersetzung mit Kitsch als Kunstersatz. Sier versucht, den Gefühlen, Sehnsüchten und Harmoniebestrebungen so mancher Scheinwelten auf den Grund zu gehen. Im Zusammenhang mit der von ihr gern benutzten Frottagetechnik hat sie sich vor einem Jahr einem aufwendigen Projekt verschrieben. Die Technik fasziniert Ubels durch die Unkompliziertheit der Handlung, die Wiederholung einer Handbewegung und das Schattenbild des ursprünglichen Reliefs, das wie ein Spukbild aus dem Tuch auftaucht. Im Zentrum von "Schatten des Himmels" sollen Weimar und seine Partnerstadt Siena stehen, soll das vollständige Marmorpflaster des Sieneser Doms im Weimarer Park erlebbar gemacht werden.