Bodo Korsig

Das Werk von Bodo Korsig (Zwickau und Trier,*1962) ist eng mit dem ACC verbunden (Ausstellungen und Kataloge HOLZSCHNITTE 1991, INKOGNITO 1993, "Suchen und Zerstören" 1995). Er ist Holzschneider, -plastiker und -drucker. Archaische Zeichen und Symbole, einfache Alltagsobjekte ebenso wie prähistorische, kultische Fundstücke finden als Vorlagen sein Interesse. "... das eigentümliche Fallen eines Schattens auf Holzplanken, der Umriß eines gestrandeten Ankers, schemenhafte Figuren aus frühgeschichtlichen Felsbildern, eine signifikant geformte Brückenleuchte oder das Zueinander von Zu- und Abwasserstutzen an der Wand einer Gefängniszelle von Alcatraz vor San Francisco ..." gehen ein in den "Fundus der Erinnerungen" (Kai Uwe Schierz), aus dem er die Motive seiner Schnitte und Objekte abstrahiert. Mittlerweile ist die Arbeit mit einer selbstbedienten Dampfwalze, die er in Workshops vorstellt, zu seinem Markenzeichen geworden. Sie ermöglicht den Umgang mit sehr großen Formaten. Dabei verwendet Korsig Leinwand und Papier als Bildträger. Nach wie vor benutzt er seine Druckstöcke auch zur Herstellung von Skulpturen, die reliefartig an der Wand angebracht werden. Bei den Reliefs arbeitet er noch minimalistischer. Kürzlich erschien Korsigs dritter und umfangreichster Katalog "Grenzwege". Der damit verbundenen Ausstellung im Städtischen Museum Simeonstift Trier folgen die im Städtischen Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen (17.1.- 15.3.1998) und in der Galerie am Fischmarkt Erfurt (26.7.-23.8.1998). 1997 erhielt Korsig den Kunstpreis der Kreissparkasse Ludwigsburg, Stiftung Kunst und Kultur. Das ACC hält zahlreiche Arbeiten Korsigs für Sie bereit.