Peter Bauer

Peter Bauer (Dresden, *1955) gastierte mit seinen "Arbeiten auf Papier und Handtüchern" 1994 erstmals im ACC. Seitdem bereicherte er mehrere ACC-Gruppenschauen mit seinen Objekten und bereitet derzeit eine große Personalausstellung namens "Planeta" mit einem umfassenden Katalog vor, die nach ihrem ersten Aufenthalt im Leonhardi-Museum Dresden in der Großen ACC Galerie vom 28.8. bis 11.10.1998 unter dem Namen Erfahrungsaustausch Station machte. Bauer studierte Germanistik und Kunsterziehung, seit 1987 arbeitet er als freischaffender Künstler in Dresden. Mit Malerei und Zeichnung beginnend, hat er sich mehr und mehr für eine interdisziplinäre Arbeitsweise entschieden mit für ihn eher dem Zeitgefühl entsprechenden Techniken. Dabei benutzt er den Computer ebenso wie die Videokamera oder den Kassettenrecorder. Eigene Texte, Projektionen und ausrangierte, umdefinierte technische Geräte verschmelzen zu raumgreifenden, oft beweglichen Installationen, die sich sehr direkt mit den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen der letzten fünfzig Jahre beschäftigen. Bauer sagt selbst dazu, "es sind Betrachtungen am Rande, die den Weg in das Innere zulassen". Er schürft nach deutscher Identität, arbeitet bevorzugt mit Zufallsfunden und sucht doch vorrangig nach Zeugnissen von Namenlosen und Unbekannten, die er aus ihrer Anonymität befreit. Eine besondere Rolle fällt in dieser Hinsicht dem Knietsch-Projekt (Knietschs Welt) zu, das seinen Anfang bei einem ehemaligen Mieter des Burgplatz 1 nahm, und neben Objekten und einem Video bald auch ein Buch und einen Film einschließen wird.