Ausstellungsrundgang

Destiny DEACON & Virginia FRASER

TERRA NULLIUS

TERRA NULLIUS
Zeitgenössische Kunst aus Australien
27. Januar - 22. März 2009

Eröffnung: 26. Januar 2009, 20 Uhr

Vernon AH KEE | Tony ALBERT | Richard BELL | BOAT-PEOPLE.ORG | Jon CAMPBELL | Destiny DEACON & Virginia FRASER | Julie DOWLING | Tina FIVEASH | George GITTOES | Claire HEALY & Sean CORDEIRO | Gordon HOOKEY | Dianne JONES | Mike PARR | PVI COLLECTIVE | Tony SCHWENSEN | Merran SIERAKOWSKI | SODA_JERK | SQUATSPACE | Natascha STELLMACH | Judy WATSON

Eine Ausstellung der ACC Galerie Weimar, co-kuratiert von Deborah Kelly (Sydney). Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. Mit freundlicher Unterstützung durch das Thüringer Kultusministerium, die Stadt Weimar, die Stiftung Federkiel und den Förderkreis der ACC Galerie Weimar.

In melancholisch-ironischen Alltagsszenen oder irritierend-gewitzten Stillleben setzen sich Destiny Deacon und Virginia Fraser mit Identitätsfragen indigener Australier und ihrer Repräsentation in der (kommerziellen, medialen) Bilderwelt, mit Kolonialismus, Diskriminierung, Armut und Sexismus auseinander. Ihre Installation "Occupied" (2008) wurde zuerst auf der Sydney Biennale 2008 und wird nun im ACC gezeigt. Die Künstlerinnen änderten ein im australischen Tourismusbedarf erhältliches Zelt (namens "Freedom Camping Family Tourer"), in das man hineinschauen kann, indem sie Schwarzlicht, Ventilatoren, drei lebensgroße, in Schlafsäcken liegende und sitzende Figuren mit Strickmützen, deren Gesichter aus Masken von Destiny Deacons Familienmitgliedern bestehen, und drei Figuren aus aufblasbaren Nylonschläuchen, die die Künstlerinnen "Raver" nennen, hinzufügten. Die Luftbewegung der Ventilatoren lässt diese in ein bizarres, weißes Glimmern getauchten Geschöpfe innerhalb des Zelts turbulent herumwirbeln, was ein dumpfes Rauschen verursacht. Sie werden zu symbolischen Rebellen, die das Unbehagen im Gefühl des "Besetzt-Seins" zum Ausdruck bringen - was physische Besetzung, politische Besatzung, Okkupation als ein Warnschild, das "Nicht hereinkommen" signalisiert, aber auch seelische Vereinnahmung (durch Voreingenommenheit, Fantasien, Träume, Täuschung und Wahn) oder übernatürliche Okkupation (durch Besessenheit und Spuk) bedeuten kann.