Ausstellungsrundgang

Gordon HOOKEY

TERRA NULLIUS

TERRA NULLIUS
Zeitgenössische Kunst aus Australien
27. Januar - 22. März 2009

Eröffnung: 26. Januar 2009, 20 Uhr

Vernon AH KEE | Tony ALBERT | Richard BELL | BOAT-PEOPLE.ORG | Jon CAMPBELL | Destiny DEACON & Virginia FRASER | Julie DOWLING | Tina FIVEASH | George GITTOES | Claire HEALY & Sean CORDEIRO | Gordon HOOKEY | Dianne JONES | Mike PARR | PVI COLLECTIVE | Tony SCHWENSEN | Merran SIERAKOWSKI | SODA_JERK | SQUATSPACE | Natascha STELLMACH | Judy WATSON

Eine Ausstellung der ACC Galerie Weimar, co-kuratiert von Deborah Kelly (Sydney). Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. Mit freundlicher Unterstützung durch das Thüringer Kultusministerium, die Stadt Weimar, die Stiftung Federkiel und den Förderkreis der ACC Galerie Weimar.

Gordon Hookeys frühe Gemälde thematisieren das koloniale Unrecht gegen die Ureinwohner Australiens. Sie bieten einen indigenen Einblick in die Geschichte Australiens, um die Sicht auf die Vorstellungen der kulturellen Vergangenheit in Frage zu stellen und zu erweitern. Als die Regierung Howards 1996 die Macht übernahm, änderte Hookey seine Vorgehensweise der "Geschichtsmalerei", um fast augenblicklich zu einem Maler der Dokumentation des Zeitgeschehens zu werden. In diesen dreizehn Jahren hat er seine Arbeit, der stets ein direkter Bezug zum Tagesgeschehen zueigen war, um einen metaphorischen Bezug zu den Auseinandersetzungen zwischen der Besatzungsmacht und dem einheimischen Widerstand, der oft als "aufständische Kängurus" bezeichnet wurde, erweitert. Hookey beharrt darauf, dass, da ihm die Sprache der Invasoren aufgezwängt wurde, seine Rache darin besteht, die gewaltsamen Wahrheiten, die sich im höflichen Englisch verbergen, durch ein Spielen, Kämpfen, Sticheln und Quälen mit eben dieser Sprache aufzudecken. Demzufolge vertreten seine Kängurus zumeist moralische Standpunkte und verurteilen die Gräueltaten, die im Namen von (europäischem) Recht und Ordnung geschehen sind. Hookey möchte die kolonialistische Heuchelei unschädlich machen, um Ungleichheiten zu bekämpfen, er möchte die Triumphe von Helden des Widerstands verbildlichen, in keinem Fall aufhören zu kämpfen und niemals den Glauben an Liebe, Gerechtigkeit, Kultur, Familie und das Recht auf Land aufgeben.

Wreckonin  2007<br />Leihgabe des Künstlers und der Milani Gallery, Brisbane Wreckonin  2007<br />Leihgabe des Künstlers und der Milani Gallery, Brisbane Boxing Gloves  2008<br />Leihgabe des Künstlers und der Milani Gallery, Brisbane Anthem 2004-9<br />Leihgabe des Künstlers Anthem 2004-9<br />Leihgabe des Künstlers