Ausstellungsrundgang

Dianne JONES

TERRA NULLIUS

TERRA NULLIUS
Zeitgenössische Kunst aus Australien
27. Januar - 22. März 2009

Eröffnung: 26. Januar 2009, 20 Uhr

Vernon AH KEE | Tony ALBERT | Richard BELL | BOAT-PEOPLE.ORG | Jon CAMPBELL | Destiny DEACON & Virginia FRASER | Julie DOWLING | Tina FIVEASH | George GITTOES | Claire HEALY & Sean CORDEIRO | Gordon HOOKEY | Dianne JONES | Mike PARR | PVI COLLECTIVE | Tony SCHWENSEN | Merran SIERAKOWSKI | SODA_JERK | SQUATSPACE | Natascha STELLMACH | Judy WATSON

Eine Ausstellung der ACC Galerie Weimar, co-kuratiert von Deborah Kelly (Sydney). Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. Mit freundlicher Unterstützung durch das Thüringer Kultusministerium, die Stadt Weimar, die Stiftung Federkiel und den Förderkreis der ACC Galerie Weimar.

Dianne Jones' Arbeiten setzen sich mit der Unsichtbarkeit der indigenen Bevölkerung in Australiens Geschichte auseinander, speziell mit der Mis- und Nichtrepräsentation der indigenen Menschen in einer Vielzahl von Medien. Indigene Menschen wurden in der frühen australischen Geschichte überwiegend ohne Namen und Identität porträtiert. Sie wurden von den Kolonialisten als das "Andere" betrachtet, als personae non-grata angesehen. Dies unterschied sich sehr von dem Umstand, wie die Weißen in der Literatur und in Gemälden repräsentiert wurden. Dianne Jones dreht in zahlreichen ihrer Photographien den Spieß um und infiltriert ihr eigenes Bildnis oder das ihrer Verwandten in als Ikonen Australiens angesehenen Gemälden und Photographien. In ihrer "Aboriginal Dot Painting Series" verkehrt sie wiederum stereotype Sichtweisen auf die Kunst der indigenen Völker und ihre Punktmalerei, die heute mit modernen Acrylfarben ausgeführt wird. Dot Painting ist eine Art traditioneller Kunstform der Aborigines, die auf die Traumzeit Bezug nimmt, aus Punkten, Tupfen, konzentrischen Kreisen, Linien, Streifen, Spiralen, Ornamenten, Spuren im Sand sowie Tier- und Pflanzendarstellungen besteht und ihre Wurzeln in Rindenmalereien, Körperbemalungen und Boden- und Felsmalereien hat. Dianne Jones spielt mit dem Wort des Dot Paintings und nimmt es in ihrer fünfteiligen Photoserie aufs Korn.

Aboriginal Dot Painting Series #1-5  2008<br />Leihgabe der Künstlerin und der Niagara Galleries, Melbourne Aboriginal Dot Painting Series #1-5  2008<br />Leihgabe der Künstlerin und der Niagara Galleries, Melbourne