Ausstellungsrundgang

George GITTOES

TERRA NULLIUS

TERRA NULLIUS
Zeitgenössische Kunst aus Australien
27. Januar - 22. März 2009

Eröffnung: 26. Januar 2009, 20 Uhr

Vernon AH KEE | Tony ALBERT | Richard BELL | BOAT-PEOPLE.ORG | Jon CAMPBELL | Destiny DEACON & Virginia FRASER | Julie DOWLING | Tina FIVEASH | George GITTOES | Claire HEALY & Sean CORDEIRO | Gordon HOOKEY | Dianne JONES | Mike PARR | PVI COLLECTIVE | Tony SCHWENSEN | Merran SIERAKOWSKI | SODA_JERK | SQUATSPACE | Natascha STELLMACH | Judy WATSON

Eine Ausstellung der ACC Galerie Weimar, co-kuratiert von Deborah Kelly (Sydney). Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. Mit freundlicher Unterstützung durch das Thüringer Kultusministerium, die Stadt Weimar, die Stiftung Federkiel und den Förderkreis der ACC Galerie Weimar.

"Soundtrack to War" (2003 - 04) ist eine 90minütige Dokumentation des australischen "Kriegs-Künstlers" George Gittoes, der mit diesem Film das US-Monopol auf Information über den Irak-Krieg überwindet und seine tiefe und persönliche Sicht auf das amerikanische Militär - und die Musik, zu der es marschiert, zeigt. Die australische Regierung schloss sich dem Angriff auf den Irak und der berüchtigten "Koalition der Willigen" gegen den Willen der eigenen Bevölkerung an, noch bevor der Krieg offiziell erklärt worden war, um ihre sklavische Unterwürfigkeit unter Bushs Kriegsagenda zu beweisen. Als Teil einer über Jahrzehnte entstandenen Dokumentation von Konflikten rund um den Globus hat Gittoes amerikanische Soldaten während ihrem Irak-Einsatz interviewt, um ein Bild von der Rolle der Musik auf zeitgenössischen Schlachtfeldern zu entwerfen. Unter den Liedern des Films sind "Angel of Death" (Todesengel) von Slayer und "Bodies" (Leichen) von Drowning Pool genauso vertreten wie Freestyle Rap und Gospel-Chormusik. 17 Szenen waren auch in Michael Moores Film "Fahrenheit 9/11" zu sehen. Gittoes arbeitet seit über 20 Jahren in mobilen Studios rund um die Welt, seine neuesten Filmarbeiten sahen mittlerweile Millionen von Zuschauern auf MTV. Als Künstler, der "im Krieg mit dem Krieg ist", reist er oft in verbotene Zonen, um seine unorthodoxe Sicht auf die Machenschaften hinter den Schlachten zu zeigen. Gittoes Tagebücher sind als aufwendige Gedanken- und Beobachtungsarchive eine eigenständige künstlerische Arbeit rund um seine Filmthemen. Gittoes (geb. 1949) lebt in Sydney.

George Gittoes während der Dreharbeiten zu Soundtrack to war Soundtrack to war  2004<br />Leihgabe der Produzenten - George Gittoes, Gabrielle Dalton Portrait George Gittoes