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Atomenergie als Alptraum

UNSTERN. SINISTRE. DISASTRO.

UNSTERN. SINISTRE. DISASTRO.
Visionen zeitgenössischer Künstler
24. August 2008 bis 2.November 2008

Eröffnung: 23. August 2008, 15 Uhr

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem «pèlerinages» Kunstfest Weimar:

Makoto Aida (JP) | Liz Bachhuber (DE) | Roddy Bell (NO) |Patricia Bueno (PE) |Franco Cilia (IT) | Christoph Draeger (CH) & Heidrun Holzfeind (A) | Tom Fecht (DE) | Peter Hutton (US) | Elke Marhöfer (DE) | Jonas Mekas (US) | Tracey Moffatt (AU) | Fayez Nureldine (DZ) | Jörg Ollefs (DE) | Adrian Paci (AL) | Walter Sachs (DE) | Henrik Schrat (DE) | Xu Tan (CN) | Muhammad Zeeshan (PK)

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkassenstiftung Weimar - Weimarer Land, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und des Förderkreises der ACC Galerie Weimar. Gefördert durch das Thüringer Kultusministerium und die Stadt Weimar.


Pressestimmen zur Ausstellung:
Portal Kunstgeschichte
Stream-TV
Thüringer Allgemeine
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Hans Esselborn, Köln

Die Atomenergie in der Science Fiction am 9.9.
Die Atomenergie in der Science Fiction am 9.9.

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Angeregt von realen Atomkatastrophen (Hiroshima und Nagasaki) und der Furcht vor weiteren Verwüstungen durch die Wasserstoffbombe und zivile Atommeiler hat gerade der deutsche Zukunftsroman vor dem Hintergrund des Kalten Krieges von 1948 bis 1960 fiktive Schreckensszenarien durchgespielt und somit noch vor der Bewegung "Kampf dem Atomtod" einen Resonanzraum und eine Diskussionsgrundlage für die Gefahren der Kernenergie geschaffen. Bemerkenswert ist die Perspektive westlicher Autoren mit meist generellem Misstrauen gegenüber der Atomforschung im Gegensatz zu ihren östlichen Kollegen, die der neuen Energie eine sichere Nutzung zutrauen.

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Die Texte erweisen sich wie schon Hans Dominiks Der Brand der Cheopspyramide von 1926 bei aller Spannung als Warnliteratur mit rationaler Perspektive im Sinne der Science Fiction und schwelgen nicht in Angstlust und Faszination vor der Zerstörung, wie die heutigen Filme. Der Vortrag widmet sich außer Wells, Lem und Miller deutschsprachigen Autoren, die zivile Katastrophen, aber auch einen globalen Atomkrieg im Gedankenexperiment ausmalen.

Hans Esselborn ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln.

Dienstag, 09.09.2008, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €