plus

Die Unbestimmtheit der Malerei

Von der Unbestimmtheit | On Indefiniteness

Von der Unbestimmtheit | On Indefiniteness
31.Mai.2008 bis 10.August.2008

Eröffnung: Freitag, 30.Mai.2008, 20 Uhr

Benjamin Bergmann (DE), Stefanie Bühler (DE), John Cage | David Tudor (US), Maartje Fliervoet (NL), Pascal Gingras (CA), Franziska und Sophia Hoffmann (DE), Marja Kanervo (FI), Maria Brigita Karantzi (GR), Nina Katchadourian (US), Elysa Lozano (US), Julien Maire (FR), Luisa Mota (PT), Julius Popp (DE). Unter Mitwirkung der HALLE 14 (Leipzig) und von Knut Birkholz (Rotterdam).

Gefördert durch das Thüringer Kultusministerium, die Kulturstiftung des Freistaates Thüringen, die Stadt Weimar, die Stiftung Federkiel. Mit Unterstützung des Förderkreises der ACC Galerie Weimar.

Marc Wellmann

a178-plus03 picture

"Wie sollte Farbe auf der Leinwand unscharf sein?" Gerhard Richters berühmtes Statement über die Selbstreferentialität des Mediums Malerei bzw. ihrer formalen Mittel artikuliert einen entscheidenden Bruch zwischen dem Optischen und dem Mimetischen. Etwa fünfhundert Jahre, vom 15. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, waren diese Sphären weitgehend einträchtig miteinander verschmolzen. Doch welche Parameter entschieden in dieser Zeit über die Deutlichkeit oder Undeutlichkeit des malerischen Abbildes? Welche Diskurse unterliefen den Anspruch höchster handwerklicher Präzision und Genauigkeit? Was hat es in diesem Zusammenhang mit Leonardo da Vincis "Sfumato" auf sich? Warum wurde die malerische Lässigkeit ("Sprezzatura") gerade im höfischen Kontext als Stilideal angesehen? Welche Bedeutung hatten die Unschärfen des Sehens für die Malerei? Was meint der englische Kunstphilosoph John Ruskin mit "Innocence of the eye"? Dr. Marc Wellmann ist Berliner Kunsthistoriker und Ausstellungsmacher.

http://www.marcwellmann.de

Mittwoch, 06.08.2008, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €