plus zur Ausstellung LE SOUVENIR

Die Grabeskirche. Jerusalem als Ort der Erinnerung

LE SOUVENIR Le Souvenir
26.8. bis 28.10.2007


Eine Ausstellung des Kunstfestes Weimar in Zusammenarbeit mit dem Museum für Angewandte Kunst Frankfurt (Main) und der ACC Galerie Weimar Mit freundlicher Unterstützung der Hessischen Staatskanzlei und der Ambassade de France en Allemagne

Karl Schmitt-Korte, Offenbach

Jerusalem ist der Ort, wo sich Himmel und Erde berühren. Es ist jene unvergleichlichte Stadt, in deren Mitte sich die biblische Geschichte ereignete. Dort steht die Grabeskirche, errichtet über dem Grab, wo für drei Tage der Leichnam Christi ruhte. Dadurch bildet es die wichtigste gemeinsame Stätte der Erinnerung für die gesamte Christenheit.

Niemand weiß, wie viel von dem ursprünglichen Felsgrab noch erhalten ist, denn der Komplex wurde im Laufe seiner wechselvollen Geschichte mehrfach und unterschiedlich gestaltet. Um 130 v.Chr. ließ Kaiser Hadrian, der heidnische Herrscher Roms, die Stätte mit einem Venus-Tempel überbauen. Constantin d.Gr., der erste christliche Kaiser, ließ diesen Tempel abreißen und errichtete die erste Grabeskirche (um 330n.Chr.). Zunächst den Persern beschädigt und danach notdürftig wiederhergestellt, wurde sie von dem Fatimiden-Sultan al-Hakim weitgehend zerstört (1109 n.Chr.). unter den Kreuzfahrten wiederhergestellt, bietet sie im Wesentlichen den heutige Anblick. Doch die Grabkapelle wurde 1550 ‚von Grund auf' erneuert, die große offene Kuppel brannte 1808 ab, erst zum Jubiläumsjahr 2000 erfolgte eine durchgereifte Renovierung. Der Vortrag schildert diese Entwicklung und die Wirren vom Spannungsfeld zwischen Muslimen und Kreuzfahrten bis in unsere Tage.

Eines der wichtigsten Exponate in der Ausstellung LE SOUVENIER ist ein Architektur-Modell der Grabeskirche und Hl. Grabes, das vor 350 Jahren in Jerusalem entstand - eine delikate Arbeit aus Rosenholz, Perlmutt und Rändern von Elfenbein. Dieses Modell - fast wie eine Puppenstube gearbeitet - wird am Ende des Vortrages im Detail vorgeführt.

Der Referent ist seit 30 Jahren Leiter der Kulturabteilung in der Deutsch-Jordanischen Gesellschaft. Er hat das Hl. Land seit 1960 etwa 15 mal bereist und schildert in dem Vortrag auch seine persönlichen Erinnerungen an Menschen und Steine aus dieser Zeit.

Freitag, 02.11.2007, 20:00 Uhr, ACC Galerie Weimar
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €

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