ausstellung

Máximo Corvalán | Erhöhte Wachsamkeit in der Eventarena

Die Kunst erlöst uns von gar nichts

Die Kunst erlöst uns von gar nichts

Künstlerpositionen aus Südamerika

In Zusammenarbeit mit Paz Aburto Guevara (Santiago de Chile),
Clio Bugel (Montevideo)
und Cristiana Tejo (Recife),
unter Mitwirkung von Charlotte Seidel (Weimar).

Eröffnung Opening Reception Sonnabend | 8. Juli 2006 | 15 Uhr
Saturday | 8 July 2006 | 3pm
Dauer Exhibition runs from
9. Juli bis 1. Oktober 2006
9 July - 1 October, 2006

Performance Lourival Batista während der Eröffnung during the opening Performance Javier Abreu 16 Uhr 4pm Informelles Treffen und Diskussion mit den Kuratorinnen und Informal meeting and discussion with the curators and Javier Abreu, Lourival Batista, Claudio Correa und and special guest Jorge Menna Barreto | Grupo Laranjas (São Paulo) 17 Uhr 5pm

Javier Abreu (Montevideo)
Narda Alvarado (La Paz)
Esteban Álvarez & Tamara Stuby (Buenos Aires)
Lourival Batista (Recife)
Marcelo Cidade (São Paulo)
Cine Falcatrua (Vitória)
Claudio Correa (Santiago de Chile)
Máximo Corvalán Santiago de Chile
Juan Manuel Echavarría (Bogotá | New York)
Proyecto Venus (Buenos Aires)
Demian Schopf (Santiago de Chile)
Eduardo Srur (São Paulo)
Javier Téllez (New York)
Ernesto Vila (Montevideo)

Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, mit Unterstützung der Allianz Kulturstiftung, der Stiftung Federkiel, der Stadt Weimar, des Thüringer Kultusministeriums und des Förderkreises der ACC Galerie.

ACC Galerie Weimar | Burgplatz 1 + 2 | 99423 Weimar | T +49 (0) 3643 - 8 5 12 - 61 | F -63 | www.acc-weimar.de

Mo - So 12 - 18 Uhr | Fr + Sa bis 20 Uhr | Mon - Sun 12 noon - 6 pm | Fri + Sat - 8pm

Eintritt Admission: 3 EUR | ermäßigt reduced 2 EUR

Der Körper als Schauplatz von Gewalt und die politische und wirtschaftliche Konstitution Chiles nach Pinochet sind ebenso wiederkehrende Themen in den Installationen Máximo Corvaláns (geb. 1973) wie die Überwachung von (konstruierten) Lebensräumen und Gebieten erhöhter Wachsamkeit oder die Einbindung lebender Tiere ins Werk.

Máximo Corvalán, Bestia Segura, 2001, Installation, ACC Galerie Weimar. <br />Foto: Claus Bach, Weimar
Máximo Corvalán, Bestia Segura, 2001, Installation, ACC Galerie Weimar.
Foto: Claus Bach, Weimar

Die Installation "Bestia Segura" (Sicheres Biest) ist eine Konstruktion aus durchsichtigen Plastikröhren in der Form eines Bettes (200x100x100cm), auf dem ein organischer Körper aus demselben Material liegt. Acht Laborratten bewegen sich in dieser Struktur, die durch eine in den Röhren installierte Minikamera ständig beobachtet werden. Das rastlose Hasten und Wuseln der Ratten wird an eine Wand projiziert. Das natürliche Lebenssystem der Ratten verwandelt sich in eine Bühne, ein Spektakel, in dem der Blick des Zuschauers zum panoptischen Event wird. Gleichzeitig erinnert "Bestia Segura" an Foltermethoden, in denen das Bett der Ort ominöser Experimente war - eine Referenz auf den "Grill", einem Instrument, mit dem die Agenten des DINA, Pinochets nationalem Geheimdienst, Gefangene während des Verhörs "elektrifizierten" und andere grausame Foltermethoden ausübten, wie zum Beispiel das Einführen von Ratten in den Körper.