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Überreichweiten. Zur Wahrnehmung der DDR in der aktuellen Kunst



Überreichweiten. Zur Wahrnehmung der DDR in der aktuellen Kunst

17. Februar - 24. März 2005, motorenhalle, Dresden

Motorenhalle, Projektzentrum für zeitgenössische Kunst
Wachsbleichstr. 4a
01067 Dresden
T 0351/8660211,
Di bis Sa 16 bis 19 Uhr, Mi bis 20 Uhr

Die ACC-Ausstellung Überreichweiten. Zur Wahrnehmung der DDR in der aktuellen Kunst ist ab morgen in Desden zu sehen. Das die Ausstellung in Dresden gezeigt werden kann (Mai/Juni 2004, ACC Galerie), ist Resultat der Kooperation zwischen dem ACC und der motorenhalle (Projektzentrum für zeitgenössische Kunst, Dresden). Eröffnung ist morgen, Mittwoch, den 16.2., 20 Uhr, motorenhalle.

Überreichweiten. Zur Wahrnehmung der DDR in der aktuellen Kunst Zwei Dutzend künstlerische Positionen aus fünfzehn Jahren (1989-2004) belegen die gesellschaftliche Kampfkraft der Kunst. Eine Ausstellung der ACC Galerie Weimar, Katharina Tietze und Ronald Hirte in Kooperation mit der motorenhalle, Dresden.

Die Rezeption der DDR wandelte sich im Zeitraum von 1989 bis heute mehrfach. Beginnend mit Schock und Erleichterung, über Freude und Euphorie, Ernüchterung und Zorn bis hin zu Verlustängsten verschoben sich die Wahrnehmungen. Im Ergebnis dessen entsteht das Gedankenkonstrukt eines "verlorenen Landes", das es so nie gab. Wie spiegelt sich jener Wahrnehmungsprozess in der Kunst? Anfang der 1990er Jahre richtete sich der Blick vornehmlich auf die Dinge, die man im Begriff war, reihenweise wegzuwerfen und die doch eine reizvolle Schönheit oder Exotik besaßen. Später kommt zu dieser zeitgenössischen Praxis des Spurensicherns, Sammelns und Dokumentierens eine Neukontextualisierung der DDR-Motive hinzu. Sie werden beispielsweise westdeutschen Alltagserfahrungen gegenübergestellt oder treten in Zusammenhängen auf, die ihre Herkunft verschleiern. Erst langsam beginnt sich der künstlerische Blick vom Gewesenen der DDR - Erinnerungsbruchstücken, traditionellen Bezugsgrößen, mehr oder weniger subtilen Erbe-Metaphern - zu lösen und das Bestehende oder künftig Mögliche vor dem Erfahrungshorizont DDR in Betracht zu ziehen. Denn zeitgenössische Kunst kann Vergessenes wieder ins Gedächtnis holen, ohne rückwärtsgewandt Jahrestage zu feiern, kann Entwertetes mit aktuellem Gehalt versehen, ohne Mythen zu reproduzieren. Sie verfolgt biografische Linien, ohne Erfahrungen zu verklären oder Schmerz, Wut und Absurdität zu negieren. Zwei Dutzend Positionen aus fünfzehn Jahren (1989-2004) belegen die gesellschaftliche Kampfkraft der Kunst.

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