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Bernhard Kucken zeigt Beton-Objekte

Bernhard Kucken

Beton-Objekte

28.04.2003 - 01.05.2003, ACC Galerie Dienstag bis Donnerstag von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt: frei!

Eröffnung: Montag, 28.04.2003, 19 Uhr, ACC Galerie

Bernhard Kucken ist mit seiner persönlichen Archäologie den Spuren seiner Wahrnehmung gefolgt und hat die gefundenen Scherben in Beton gegossen. Damit berührt er wesentliche Elemente seiner Lehrtätigkeit an der Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar (1998-2003), die sich zwischen der Zeichnung als Wahrnehmungstechnik und deren plastischem Ausdruck erstreckte. In dieser Ausstellung werden drei aktuelle Arbeiten gezeigt, die jeweils aus einer Vielzahl an Einzelobjekten bestehen. Betrachter sind aufgefordert, zwischen der Wahrnehmung des Ganzen und einzelner Elemente zu wählen und so die Aufmerksamkeit Kuckens nachzuvollziehen.

Im Raum ausgebreitete Fragmente menschlicher Köpfe ergeben in der Arbeit "Scherben" ein begehbares Feld. Es handelt sich nicht - wie auf den ersten Blick zu vermuten wäre - um Reste überlebensgroßer Statuen, sondern um in dieser Form nach Zeichnungen modellierte und in Beton gegossene Spuren teilweise Jahrzehnte zurückliegender Wahrnehmungen. Mittels der in diesem Zeitraum entstandenen Skizzen erhalten die sämtlich unbekannten Personen erneute Aufmerksamkeit und eine plastische Form. Für die Arbeit "Kunststeinzeit" hat Kucken Darstellungen weiblicher Figuren aus unterschiedlichen Epochen in Figurinen aus grauem Beton übersetzt und auf einem Tisch ausgebreitet. Da die meisten Figuren nach Abbildungen hergestellt wurden, sind sowohl die Auswahl als auch die Größe von zeitgenössischen Medien mitbestimmt, nicht zuletzt aber Ausdruck individueller Wahrnehmung. Die Lösung aus ihrem Zusammenhang und die Rückführung in eine haptisch erfahrbare Statuettenform, wie sie aus der Jungsteinzeit bekannt ist, bietet nun auch diese Möglichkeit, Bezüge zwischen den einzelnen Werken herzustellen. Wenn auch in anderer Form, so handelt die Arbeit "Das Lächeln meiner Liebsten" ebenfalls von der Subjektivität seines Blickes, den Kucken vor allem auf Menschen und Menschenbilder richtet.


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