ausstellung

nachschlag: über Menschen. Zur Zukunft des Humanen

über Menschen
über Menschen

Mit Unterstützung des Programms Kultur 2000 der Europäischen Union
Mit Unterstützung des Programms Kultur 2000 der Europäischen Union

Angebote zur Information für am Thema Interessierte

Norbert Bolz: "Das konsumistische Manifest", "Was ist der Mensch?", "Die Konformisten des Andersseins", "Eine kurze Geschichte des Scheins", "Heilsversprechen", "Weltkommunikation". Hrsg. von Norbert Bolz, Friedrich A. Kittler und Raimar Zons "Weltbürgertum und Globalisierung" Prof. Dr. Norbert Bolz (*1953) ist Philosoph und Medientheoretiker. Er hat sich einen Namen als Trendanalytiker gemacht. Seit 1992 Universitätsprofessor für Kommunikationstheorie am Institut für Kunst- und Designwissenschaften der Universität GH Essen. Arbeitsschwerpunkte und Lehrgebiet: Medientheorie, Kommunikationstheorie, Designwissenschaft. Eric Hobsbawm: "Wieviel Geschichte braucht die Zukunft", "Das Gesicht des 21. Jahrhunderts" Eric Hobsbawm (*1917) begann 1947 seine Lehrtätigkeit an der Universität London; zugleich übernahm er Professuren für Geschichte an der Stanford University, dem Massachusetts Institute of Technologoy, der Cornell University, der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales und am Collège de France. Seit 1984 lehrt er an der New School for Social Research in New York. Naomi Klein: "No Logo!", "Über Zäune und Mauern" Naomi Klein (*1971) verkörpert auf provokative, intelligente und leidenschaftliche Weise die Rückkehr des politischen Denkens in der jüngeren Generation. Sie studierte an der Universität von Toronto und war danach Kolumnistin und Chefredakteurin. Kleins erstes Buch "No Logo!2 wurde zum internationalen Bestseller. 2001 gewann sie als bisher jüngste Autorin den National Business Book Award. (www.nologo.org).

Norbert Bolz, "Das konsumistische Manifest", Wilhelm Fink Verlag, München 2002. Der Konsumismus ist das Immunsystem der Weltgesellschaft gegen den Virus der fanatischen Religionen (Vision: Handel statt Krieg). Die Apologie dieses Lebensstils, bis hinein in die Sphäre der Liebe, muß nicht die Augen verschließen vor den Folgelasten der Modernisierung, den Ausschlußmechanismen unserer westlichen Rationalität und den Schicksalen der Globalisierungsopfer. Auch die immanenten Schwächen des konsumistischen Lebensstils, der vom pursuit of happiness nur den "happiness of pursuit" übrig läßt, liegen seit langem offen zutage. Heute wäre es aber an der Zeit, die Stärke in diesen Schwächen zu erkennen. Der Konsumismus verspricht weder das Ziel noch das Ende der Geschichte, sondern nur das immer wieder Neue. Und wo anders wäre, nachdem die Moderne den Himmel ausgeräumt hat, die Wendung von der Transzendenz zur Introszendenz möglich: die Eroberung der "diesseitigen Tiefe"? Norbert Bolz, "Was ist der Mensch?", Wilhelm Fink Verlag, München 2003, in Vorbereitung. Der Mensch: Woher kommt er? Wodurch unterscheidet er sich von anderen Lebewesen oder von Programmen? Was zeichnet ihn aus? Wie sieht er sich selbst? Was ist seine Zukunft? Was kann er wissen? Was darf er hoffen? Diesen alten Menschheitsfragen gehen an der Wende zu einem neuen Zeitalter der Biotechnologie, der Künstlichen Intelligenz und der Robotik in dem gut lesbaren, höchst informativen und außerordentlich vielseitigen Buch bedeutende Anthropologen und Philosophen, Theologen und Soziologen, Medien- und Kunstwissenschaftler nach und geben neue, überraschende Antworten, welche die zur Zeit allgegenwärtig geführte Debatte beleben werden.

Norbert Bolz, "Die Konformisten des Andersseins" Ende der Kritik, Wilhelm Fink Verlag, 2. Auflage 2001. Es ist unter soziologischen Beobachtern der westlichen Welt heute unstrittig, daß wir in einer funktional differenzierten Gesellschaft leben. Und das bedeutet für jeden Menschen: ich und andere sind nur jedermann. Das ist schwer zu ertragen, und begierig greift man deshalb Angebote der Identität und Einmaligkeit auf. Das Ziel der Individualität ist aber das allerallgemeinste: anders als alle anderen zu sein. Wir haben es hier also mit einer verfänglichen Spielart der Sei-spontan-Paradoxie zu tun: Weiche vom Gewohnten ab! Doch Individualität fordert heute nicht nur ein Anderssein als die anderen, sondern auch ein Anderssein als man selbst, also Selbstinszenierung.

Norbert Bolz, "Heilsversprechen". Rezension, Neue Zürcher Zeitung, "Und erlöse uns vom Übel", upj. (...) Ein 'stolzes Stück Aufklärung' nennt Norbert Bolz - Mitherausgeber des anzuzeigenden Sammelbandes - jene Einsicht, dass gerade das Gelingen des aufklärerischen Heilsplans die Erde 'ins Licht triumphalen Unglücks' taucht. (...) Wir alle wollen - wider besseres Wissen - noch immer erlöst werden; grundloses Hoffen auf Heil gehört zum Inventar alltäglichster Widervernunft. - Vor etwas mehr als einem Jahr hat die Philosophische Fakultät der niederländischen Universität Utrecht dem Thema 'Heilsversprechen' ein Symposium gewidmet mit Beiträgen von Gernot Böhme (Philosophie und Esoterik: Konkurrenten um die geistige Orientierung der Zukunft), Christoph Menke (Heros ex machina: Souveränität, Repräsentation und Botho Strauss' Ithaka), Willem van Reijen (Der Messias und der letzte Gott. Heilsversprechen bei Benjamin und Heidegger) u.a.

Eric Hobsbawm, "Wieviel Geschichte braucht die Zukunft", Carl Hanser Verlag, München 1998. Mehr denn je muß der Mensch verstehen, wie die Welt zu dem geworden ist, was sie heute ist, und ob und wie die Menschheit einer besseren Zukunft entgegengehen kann. Eric Hobsbawm, der spätestens seit seinem großen Werk 'Das Zeitalter der Extreme' als einer der bedeutendsten Historiker unserer Zeit gilt, gibt hier Antwort und klärt auf. Erich Hobsbawm, "Das Gesicht des 21. Jahrhunderts", Carl Hanser Verlag, München 2000. Kann aus der Vergangenheit gelernt werden? Wird es im 21. Jahrhundert weiterhin Kriege geben? Hat angesichts der globalen Entwicklungen der autonome Nationalstaat noch eine Zukunft? Welche Wirkung hat der globale Markt auf die Weltkultur? Wie können Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit weiterentwickelt werden? Konzentriert, anschaulich und engagiert gibt einer der bedeutendsten Historiker der Gegenwart Antworten auf diese und weitere Kernfragen des 21. Jahrhunderts. Aus seiner profunden historischen Kenntnis skizziert er die Risiken und Chancen der Weltpolitik und der Gesellschaft und nennt Prinzipien, die die Grundlage zukünftigen politischen Handelns sein könnten. Ein nachdenklicher, weit gespannter Kommentar zur Gegenwart und Zukunft, der trotz aller Skepsis zu Hoffnung und Initiative ermuntert.

Friedrich A. Kittler, "Wir sind programmierbar", DIE WELT/2000/08/10. Friedrich A. Kittler über Genforschung, Nietzsche und die letzte Chance der Menschheit - Interview (www.welt.de). Kittlers literaturwissenschaftliche Studien wie auch seine Ansätze zur Theorie und Geschichte der Medien setzen sich mit den verschiedensten kulturwissenschaftlichen Methoden auseinander. Kittler ist seit 1993 Professor für Ästhetik und Geschichte der Medien an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Naomi Klein, "Über Zäune und Mauern", Campus Verlag / Hanser / 2003, "No Logo!", Riemann Verlag 2001. Berichte von der Globalisierungsfront. Der Kampf der Global Players um Marktmacht. Ein Spiel mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern.

Gianni Vattimo, "Die Masken der Weisheit", DIE ZEIT 35/2000, Essay. Die Begriffe, derentwegen Nietzsche noch heute aktuell ist, sind vielleicht diejenigen, die im öffentlichen Nietzsche-Bild den übelsten Leumund haben, "Nihilismus", "Übermensch", auch "Wille zur Macht". Gianni Vattimo ist Professor für Philosophie an der Universität Turin.