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ausstellung:
über MENSCHEN. Zur Zukunft des Humanen

über Menschen
über Menschen

Mit Unterstützung des Programms Kultur 2000 der Europäischen Union
Mit Unterstützung des Programms Kultur 2000 der Europäischen Union

AES+F (Russland), Biljana Djurdjevic (Jugoslawien), Bea Emsbach (Deutschland), Jesús Galdón (Spanien), Sarah Lewtas (Irland), Giovanni Manfredini (Italien), Bjørn Melhus (Deutschland), Alexandros Psychoulis (Griechenland), Anne-Britt Rage (Norwegen), Silke Rehberg (Deutschland), Erik Schmidt (Deutschland), Måns Wrange (Schweden)

07.03.2003 - 27.04.2003,

Schillermuseum Weimar und ACC Galerie Weimar. Schillermuseum, Mittwoch bis Montag von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Eintritt: 3 Euro/erm. 2 Euro.

ACC Galerie, Dienstag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt frei!

Führungen sonntags 15 Uhr, ab ACC Galerie.

vernissage: über Menschen. Zur Zukunft des Humanen

Ausstellung der ACC Galerie und der Stadt Weimar in Zusammenarbeit mit dem Kolleg Friedrich Nietzsche der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen, der Provincia di Modena/Italien und Cló Ceardlann na gCnoc, Donegal/Irland

Zum Projekt "über MENSCHEN. Zur Zukunft des Humanen" (Kolloquium und Ausstellung, 2002/03) erscheint ein zweibändiger Katalog.

Band 1, "überMENSCHEN", Kolloquiumsbeiträge, 336 Seiten, 169 Abb., br., dreisprachig (engl., dt., it.), Europäisches Atelierprogramm der ACC Galerie und der Stadt Weimar in Zusammenarbeit mit dem Kolleg Friedrich Nietzsche der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlung, Andrea Dietrich, Julia Draganovic, Justus H. Ulbricht (Hrsg.). Band 2, Ausstellungskatalog, erscheint im Juni 2003.

Einzelband 15 EURO, beide Bände im Schuber 24 EURO, ISBN 3-931743-61-6. Glaux Verlag Jena, St.-Jacob-Str. 28, 07743 Jena, glaux@t-online.de, http://www.glaux.de

Die Ausstellung wird vom 11.5. bis 8.6.2003 in Modena/Italien gezeigt. Ausstellungsorte: Chiesa di S. Paolo, Galleria D 206 und Galleria Civica/Sassuolo.

Mit Unterstützung des Kultur 2000 Programms der Europäischen Union, des Thüringer Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, der Sparkasse Weimar, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, des Norsk Kulturrad Office For Contemporary Art Norway und des Förderkreises der ACC Galerie.

Kontakt: info@acc-weimar.de, info@larete.de

Welche Aussichten hat der Mensch im Zeitalter seiner eigenen biotechnischen Reproduzierbarkeit? Werden wir lernen, mit unseren Möglichkeiten so umzugehen, dass wir uns unsere Existenzgrundlage nicht selbst entziehen? Sind wir in unserer entzauberten Welt noch auf Glaubenssicherheiten angewiesen? Auf welche Weise entstehen Informationen, denen wir meinen, Glauben schenken zu können? Wie verändert sich unsere Wahrnehmungsfähigkeit? Wo werden die Grenzen des globalen Marktes liegen? Die Liste der Fragen, die sich beim Gedanken an die Zukunft des Humanen aufwerfen, scheint unendlich fortsetzbar. Zwölf Künstler aus neun Ländern arbeiteten zu einem unerschöpflichen Thema: Das babylonische Sprachgewirr, das dabei entstand, wurde für den Katalog auf immerhin drei Sprachen reduziert: Auf Englisch, Deutsch und Italienisch wird erläutert, was es zu sehen und zu denken gab und gibt - denn die künstlerischen Arbeiten der beteiligten Künstler(innen) sind zum Teil in Irland entstanden und werden nach Beendigung der Weimarer Ausstellung in Modena/Italien gezeigt. Die Bandbreite dessen, was in der ACC Galerie und dem Schillermuseum zu sehen ist, übertrifft noch die Vielfalt der Sprachen: Das Spektrum reicht von der nur aus technischer Sicht klassisch anmutenden Malerei Biljana Djurdjevics und den Plastiken Silke Rehbergs über die Rauminstallationen von Jesús Galdón und die Künstlerbücher von Sarah Lewtas bis hin zu den Videoarbeiten der Künstlergruppe AES+F oder den Computeranimationen von Alexandros Psychoulis. Neben ganz neuen, eigens für die Ausstellung angefertigten Arbeiten werden auch einige international bereits gezeigte Werke zu sehen sein: Deutschlands Video-Idol Bjørn Melhus verdeutlicht mit seiner Videoinstallation "Again and again", wie die Oberflächenverliebtheit der Werbewelt dazu verführt, sich Experimenten hinzugeben, deren Folgen nicht kalkulierbar sind. Der schwedische Manifesta-Künstler Måns Wrange ist mit seinem Projekt "The Average Citizen" den sozialpsychologischen - oder politisch-strategischen? - Vorgängen auf der Spur, durch die die öffentliche Meinung entsteht.

Silke Rehberg, Kunstdirektoren I: F.-J. Verspohl, 2002 <br>Colorierter Ton, Höhe 107 cm
Silke Rehberg, Kunstdirektoren I: F.-J. Verspohl, 2002
Colorierter Ton, Höhe 107 cm

Das Ausstellungsprojekt hatte seine Vorläufer bereits im Jahr 2002: Zu "über MENSCHEN. Die Zukunft des Humanen" zu arbeiten, waren bereits die Gäste des 8. Europäischen Atelierprogramms der ACC Galerie und der Stadt Weimar aufgefordert. Mit Unterstützung durch das Programm KULTUR 2000 der Europäischen Union konnten im Dezember 2002 zu einer federführend vom Kolleg Friedrich Nietzsche organisierten Tagung eingeladen werden, die erstmals Künstler mit Wissenschaftlern der unterschiedlichsten Couleur ins Gespräch bringen sollte. In der Tat entwickelte sich zwischen den internationalen Teilnehmern dieses Treffens ein so anregender Dialog, dass die beiden Kuratorinnen Andrea Dietrich und Julia Draganovic sich gemeinsam mit Justus Ulbricht entschlossen, die Tagungsbeiträge im ersten Band des Ausstellungskataloges zu "über MENSCHEN" zu dokumentieren. Sich mit der Zukunft des Humanen auseinanderzusetzen bleibt ein Experiment: Die Auswahl der behandelten Themen kann und wird nicht erschöpfend sein, regt aber sicher zum weiterdenken und genauer hinsehen an.


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