ausstellung

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Erst die Arbeit ...

Erst die Arbeit ...
Erst die Arbeit ...
AG Arbeitsgeist (Henrik Schrat, REINIGUNGSGESELLSCHAFT) stellt Arbeit aus und Konzepte, damit umzugehen

16.11.2002 - 05.01.2003,ACC Galerie

Mit Gastbeiträgen von: etoy, More-Inc., Nuno Cera, Bugpapier, Tilo Schulz, Enno Schmidt, Mark Jackson, Ross Sinclair, Trebor Scholz, Dominic Lejman, Olav Westphalen, Armin Chodzinski, Georg Schweitzer, Fritz Heisterkamp, Torsen Haake-Brandt, Dellbrügge / de Moll, bik (Krüskemper / Amonat), Schüler der Goetheschule Weimar, Neil Cummings / Marysia Lewandowska, Weimarer Mal- und Zeichenschule e.V., Malzirkel des Leipziger Erwerbslosenzentrums

Dienstag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Eintritt: frei!

Führungen nach Vereinbarung.

Externer Ausstellungsort: Bildungszentrum Weimar des Landesarbeitsamtes Sachsen-Anhalt, Thüringen, Windmühlenstraße 19/21, 99425 Weimar. Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
Eintritt frei!

Mit freundlicher Unterstützung durch das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, das Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, die Stadt Weimar, das Bildungszentrum Weimar des Landesarbeitsamtes Sachsen-Anhalt, Thüringen. In Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. und der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Henrik Schrat<br>What do you want to be when you grow up?<br>Old
Henrik Schrat
What do you want to be when you grow up?
Old

Welche Arbeitsformen treffen wir in naher Zukunft an? Wieviel Flexibilität ist für den Einzelnen leistbar? Gibt es persönliche Strategien, sich der Erosion des Arbeitswertes zu entziehen? Können wir in der Zeit des flexiblen Kapitalismus und seiner Anforderungen an die ArbeitnehmerInnen selbstbestimmt und würdevoll leben? (http://www.arbeit-ueber-arbeit.de)

Die Diskussion um Arbeit erschöpft sich oft in der Frage: Wie kann Arbeitslosigkeit reduziert werden? Zu einer Diskussion um Sinn und Funktion von Erwerbsarbeit an sich kommt es in den seltensten Fällen. Positionen, die in dieser Auseinandersetzung bezogen werden, sind sich über die Richtung einig - Vollbeschäftigungsgesellschaft - nur der Weg scheint verschieden. An dieser emotionalisierten und existentiellen Auseinandersetzung beteiligt sich die AG Arbeitsgeist aus der Sicht von Künstlern, und fragt nach, ob nicht vielleicht die Richtung falsch ist. Begriffe wie Erwerbsarbeit, Arbeit, Kreativität, Tätigsein, Freizeit und künstlerische Produktion werden befragt. Kann soziale und kulturelle Arbeit aufgewertet werden, und in den gesellschaftlichen Wertkreislauf eindringen? In der Ausstellung "Erst die Arbeit..." in der ACC Galerie Weimar wird in dieser breiten Annäherung ein spezielles Augenmerk auf die staatliche Seite der Diskussion gelegt. Das Hartz-Papier tritt auf, als aktuellster Teil der Überlegungen, wie das politisch zu steuern sei, wie viel oder wenig Staat, wo der Einzelne und wo die wirtschaftlichen Konditionen stehen. Die Bundesanstalt für Arbeit als große Institution, die das Thema gesellschaftlich dominiert oder auch der öffentliche Druck auf Politiker, auch im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt nur Dinge zu sagen, die Wähler nicht verstimmen, spielen eine Rolle. AG Arbeitsgeist besteht seit 1999 aus den Künstlern Henrik Schrat, Henrik Mayer und Martin Keil. Sie widmet sich einer Dekonstruktion des Arbeitsbegriffes. AG Arbeitsgeist versteht sich als Forum, das Beiträge aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kunst in einen neuen diskursiven Zusammenhang bringt. Arbeitsgeist besteht aus Ausstellungen, Interventionen im öffentlichen Raum und wird durch Gespräche und Publikationen ergänzt.


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