plus

Antje Schiffers: bin in der steppe

plus 4: re-orientation

Vortrags- und Gesprächsreihe mit den an der jeweils aktuellen Ausstellung teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern, Wissenschaftlern und/oder kundigen Dilettanten (im besten Wortsinn).

bin in der Steppe

Mittwoch,07.08.2002, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: frei!

"(...) Bei dem Vorhaben, das ich vorstellen werde, bin ich vermutlich jede Woche bei anderen Menschen zu Gast. Ich richte mich mit meiner Arbeit in ihrem Haus oder Hof und ihrem Tagesablauf ein. Sie finden eine Form, um für mich, eine fremde Person, zu sorgen. Sie entscheiden, wie viel sie mir von ihrem Land und ihrem Leben zeigen oder erzählen. Ich hoffe, Gastgeber aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Schichten für meine Idee zu gewinnen. Zum einen, um eine Vielfalt an möglichen russischen/kasachischen/kirgisischen Leben kennen zu lernen. Zum anderen, weil sich dadurch beziehungsweise durch die damit einhergehenden Unterschiede in der Kommodität und der Üppigkeit der von mir erhandelten Lebensumstände die Frage nach der Definition von Wert stellt: Was sind Kost und Logis wert und was ein Gemälde? Mache ich ein gutes Geschäft, wenn ich in einem feinen Haus wohne, und ein schlechtes, wenn die Wohnung eng ist? Wie kann ich den Wert von Dingen vergleichen, wenn ich den gemeinsamen Nenner Geldwert nicht benutze? (...)Mir gefällt der Gedanke, die bestehenden Vorstellungsbilder durch mein Handeln in Frage zu stellen. (...)" (Antje Schiffers) Die Frankfurter Rundschau veröffentlichte am 12.7.2002 in ihrer Rubrik TRANSIT unter dem Titel Antje Schiffers, Im Wilden Osten, Bilder und Briefe einer Wandermalerin (1) einen ersten Auszug aus ihren Reiseberichten, vorgestellt von Burkhard Brunn (FR).

An dieser Stelle werden in loser Folge Briefe von Antje Schiffers zu lesen sein.

(Zweite Folge in der FR vom Freitag, 2.8.2002, Rubrik TRANSIT)

Weitere Informationen: