ausstellung

Natasha Kim / Karaganda

Natasha Kim  fruits, 2001,Video. Videostill.<br>Foto: Katalog
Natasha Kim fruits, 2001,Video. Videostill.
Foto: Katalog

"In einem kryptischen Selbstgespräch lässt sie (Natasha Kim) uns binnen dreier Minuten, während der Erledigung ihres Geschäfts, teilhaben an ihren Idealen und Sehnsüchten. Der Filmvorspann erklärt, dass einer Umfrage zufolge 35% der Bevölkerung nur in der Abgeschiedenheit des stillen Örtchens in der Lage sind, sich uneingeschränkt zu erholen und zu träumen - der Lokus als Unikum, auf dem das Entwerfen von Visionen und Fantasien noch Genuss ist und Sinn ergibt. Man kennt das ja, ob mit oder ohne Zeitung, es kann schon mal länger dauern, wenn die Gedanken anfangen zu kreisen wie die flimmernden Blasen am Ende des Videos, die den Ort des Geschehens in lichtem Glanz erstrahlen lassen. Naomi Campbell 'mit den zierlichen Beinen und diesen Fingernägeln' ist die Person, der Natasha während ihres süßen Morgentraums, noch im rosa Pyjama, freimütig ihre Liebe gesteht. Denn Naomi liebt Früchte und isst natürlich kein Fleisch, mag Tiere, insbesondere Hunde' und vielleicht sogar Giraffen', würde nie einen Tierpelz tragen, geschweige denn auf dem Laufsteg zur Schau stellen. Bestimmt könnte sie sogar japanisch studieren, klug wie sie ist. Und dass sie sich nackt fotografieren lässt, ist halb so wild, schließlich tanzt Natashas Freundin in einer Strip-Bar, na und?"