ausstellung

Said Atabekov, Chingizkhan's Dreams 7

Said Atabekov, Chingizkhan's Dreams 7 (Die Träume des Dschinghis Khan 7), Videofilm, 2002. Videostill
Said Atabekov, Chingizkhan's Dreams 7 (Die Träume des Dschinghis Khan 7), Videofilm, 2002. Videostill

"Atabekov zeigt auf vier Monitoren vier Episoden eines schamanistischen Rituals nahe einer Medrese in Shimkent. Said geht, bekleidet mit Schamanenrock und hohem Spitzhut, während seiner Session prozessionsartig seinen ernst gemeinten, schamanistischen Intentionen nach, in die er sehr viel Energie steckt und die ihm alles abverlangen. Begleitet wird er von der Kamera und von zwei älteren Helferinnen, die in seinem Auftrag in ritueller Form einen Filzteppich herstellen.

Said Atabekov, Chingizkhan's Dreams 7 (Die Träume des Dschinghis Khan 7), Videofilm, 2002. Videostill
Said Atabekov, Chingizkhan's Dreams 7 (Die Träume des Dschinghis Khan 7), Videofilm, 2002. Videostill

Unter Aufhebung einiger Hemmschwellen und Tabus filzen die Frauen einen Halbmond, ein Kreuz und einen Davidstern als Symbole für Islam, Christentum und Judentum, nebeneinander in das Textil. Benannt hat Atabekov seine gefilmten Episoden nach Dschinghis Khan, der alles Religiöse liebte und verehrte. Begleitet wird der schamanistische Akt des Allroundkünstlers durch die Popmusik Michael Jacksons und anderer Interpreten.

Said Atabekov, Chingizkhan's Dreams 7 (Die Träume des Dschinghis Khan 7)
Said Atabekov, Chingizkhan's Dreams 7 (Die Träume des Dschinghis Khan 7)

In der Kombination von Schamanenkult und einer erweiterten Form des Action Painting - oder Action Felting - als aktuelle Antwort auf traditionelle Zeremonien vor dem Hintergrund eines folkloristisch geprägten Erbes zelebriert er die Untersuchung der Einheit von Mensch, Mythos und Natur als wichtigen, wenn auch mystischen Prozess der Neuorientierung (Re-Orientation)."