ausstellung

kurze Erläuterungen zu einigen Begriffen

Karawanserei
Unterkunft für Reisende der Seidenstraße

SCHYRDAK
traditioneller, in Mosaiktechnik gefertigter Filzteppich kirgisischer Nomaden (doppellagig, warm, weich) mit leuchtenden, kontrastreichen Farben und ausdruckstarken Mustern.

Pilaw
orientalisches Gericht aus Reis und Hammelfleisch.

Nomaden
Hirtenvölker, die mit der Jahreszeit das Weideland/den Wohnort wechseln.

Jurte
rundes, transportables Filzzelt nomadischer Steppenvölker Innerasiens.

Seidenstraße
verband die Völker und Staaten von Ost und West des eurasischen Kontinents und spielte in der Antike und im Mittelalter eine enorme kulturgeschichtliche Rolle. "Seidenstraße" steht für grenzüberschreitenden Handel, für Wohlstand und Vorstellungen vom exotisch-legendären Orient, während heute im Zusammenhang mit Rohstoffen wie Öl und Gas vielfach simplifizierend von einer "neuen Seidenstraße" die Rede ist (eher: Non-Silk Way)

Minarett
Turm einer Moschee mit Galerie für den Gebetsrufer (Muezzin). Als erster Papst in der Geschichte hat Johannes Paul II. in Damaskus eine Moschee betreten und dort gebetet. "Meine lieben moslemischen Brüder", sagte der Papst. Damit setzte er zum wiederholten Mal einen starken Impuls für einen Dialog mit den Muslimen.

Samarkand
Gebietshauptstadt in Usbekistan, 366.000 Ew.; mehrere Universitäten, Denkmäler aus der Zeit des Timur; wichtiges Industriezentrum

Tienschan
stark vergletschertes Gebirge in Zentral- und Mittelasien, an der Grenze zwischen Kirgistan, Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und der chinesischen Provinz Sinkiang, im Pik Pobeda 7.439 m hoch

Jhanatas
Stadt in Kasachstan

Aralsee
abflussloser See im Tiefland von Turan, zw. Kasachstan und Usbekistan, Wasserfläche (früher 64.500 km2), durch die enorme Wasserentnahme aus den Zuflüssen Syrdarja und Amudarja auf 30.900 km2 geschrumpft und zweigeteilt.

Karakum
Sandwüste zw. Kasp. Meer und Amu-Darja, Turkmenistan, 350.000 km2

Karaganda
Gebietshauptstadt in Kasachstan, 567.200 Ew.; Universität, Hochschulen; Mittelpunkt eines großen Steinkohlengebiets

Issyk-Kul
Hochgebirgssee des Tienschan, in Kirgistan, 6.236 km2

Yak
bis 2 m hohes Wildrind in den zentralasiatischen Hochländern; aus ihm wurde der kleinere Hausyak (Grunzochse) gezüchtet, als Zug- und Lastentier gehalten, liefert Milch, Wolle, Fleisch

Turkistan
Turkestan, veraltet Turkistan, historisch-geographischer Name für die von Turkvölkern bewohnten Landschaften Mittelasiens mit der Gliederung in West- oder Russ.-Turkestan (heute Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan, Kasachstan, Kirgistan)

Shimkent
Tschimkent, kasach. Schymkent, Schemken, Gebietshauptstadt im SüdenKasachstans, 39.3000 Einwohner

Kasachstan
Republik in Mittelasien, 2.717.300 km2, 15,0 Mio. Einwohner; Hauptstadt Astana, Amtssprache Kasachisch, zum Teil Russisch. Hochgebirgsketten im Osten und Südosten bis zu 6995 m hoch; das Klima ist kontinental, meist Steppe, Halbwüste, Wüste; Landwirtschaft (Getreide, Baumwolle, Obst). Bergbau: auf Erdöl, Erdgas, Kohle, Erze. Religion: 47% Muslim, 44% Russian Orthodox, 2% Protestant. 1991 staatliche Unabhängigkeit. Mitglied der GUS. Usbekistan, Republik in Zentralasien, 447.400 km2, 23,34 Mio. Ew.; Hauptstadt Taschkent. V. a. Wüsten und Halbwüsten, im O und SO Gebirgszonen. Bevölkerung. 80 % Usbeken; Russen, Tadschiken, Kasachen, Tataren, Karakalpaken. Baumwollanbau, Bergbau (Gold, Erdgas, -öl); Unabhängigkeitserklärung am 31.8.1991; Mitglied der GUS.

Kirgistan
Republik in Mittelasien, Hochgebirgsland (bis 7.439 m) an der NW-Abdachung des Tienschan; 198.500 km2; 4,82 Mio. Einwohner; Hauptstadt Bischkek; Amtssprache Kirgisisch; Viehwirtschaft, Ackerbau Bergbau: (reiche Bodenschätze: Gold-, Kohle-, Erdöl- und Erdgasvorkommen, Quecksilber- und Antimonlagerstätten); Baumwollindustrie; Wasserkraftwerke. Religion: 75% Muslim, 20% Russian Orthodox. Kirgistan proklamierte am 31.8.1991 seine staatl. Unabhängigkeit; Mitglied der GUS.